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Stöger gegen den Trend: Zwei Trainer weniger bei Rapid

(347. Derby: SK RAPID WIEN - FK AUSTRIA WIEN); © FOTObyHOFER/Christian Hofer, 28.9.2025

Rapids Trainer ist ein Mann der klaren Worte und Taten. Peter Stöger ist froh, dass es ab der kommenden Saison keine Punkteteilung nach dem Grunddurchgang mehr gibt und wäre irritiert, sollte der Video Assistant Referee aus finanziellen Gründen abgeschafft werden. Intern sorgte er nach den Erfahrungen aus vier Monaten Auszeit schon für eine Überraschung gegen den allgemeinen Trend: Er vergrößerte nicht sein Trainerteam, sondern verkleinerte es in Absprache mit Sportchef Markus Katzer. Statt wie bisher sieben hat Stöger nur noch fünf Assistenten. Das nannte er „verschlanken“.  Mit kürzeren Wegen als bisher soll es auch kompakter als bisher sein. Die Zusammenarbeit mit Athletik-Trainer David Lechner und Video-Analyst Daniel Schmitt wurde beendet. Der 30 jährige Lechner war, bevor ihn Katzer im Sommer 2024 zu Rapid holte, in Deutschland bei Sandhausen und Hansa Rostock, stieg mit beiden Klubs ab. Schmitt, ein Jahr älter als Lechner, arbeitete seit zwei Jahren bei den Profis als Analyst, war zuvor bei der zweiten Mannschaft und in der Akademie.

Nichts Konkretes sagte hingegen Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter zur Suche nach einem neuen Sportchef. Salzburg lässt sich Zeit, wird erst knapp vor der Wintertransferzeit eine Entscheidung treffen. Andere Kandidaten als derzeit wird es vermutlich auch dann nicht geben. Reiter möchte einen Sportchef, der gut vernetzt ist, den Fokus auf den Nachwuchs richtet und Erfahrung bei der Bewältigung schwieriger Situationen aufweist. Das wird sicher eine externe Lösung, möglicherweise wieder aus dem Ausland. Die Gerüchte um Katzer werden nicht verstummen, weil jeder weiß, wie sein Bekenntnis, dass für ihn nur Rapid zählt, zu werten ist. Würde er etwas anderes sagen, gäbe es sofort Probleme mit der Fan-Szene.

So wie Rapid mit Jakob Schöller hat auch Salzburg einen Pechvogel, bei dem eine Verletzung die andere jagt. So geht es dem 26 jährigen japanischen Mittelfeldspieler Takumu Kawamura, seit er im Sommer 2024 an die Salzach kam. Zunächst Innenbandriss im Knie, dann ein Schlüsselbeinbruch, jetzt ist wieder das Knie nicht so stabil, um an Einsätze denken zu können. Bisher bestritt er nur acht Spiele im Salzburg-Dress.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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