Ein Eishockeytransfer in Zeiten, in denen all unter der Hitze stöhnen, kann nur schwer für Aufsehen sorgen. Die Vienna Capitals glauben sogar, dass ihnen mit einem neuen kanadischen Center, der am 17. Juli 34 Jahe alt wird, ein wahrer Coup gelungen ist: Weil Linden Vey (Bild) nicht nur für die Los Angeles Kings, Vancouver Canucks und Calgary Flames 139 NHL-Spiele bestritt, 2018 bei Olympia in Südkorea mit Kanada Bronze gewann, sondern auch in Europa, in der russischen Kontinental Hockey League, in der Schweiz und in Deutschland sehr erfolgreich war In der KHL spielte er für Barys Astana (2022/23 mit einer weiteren Caps-Neuerwerbung, Verteidiger Nelson Nogier), ZSKA Moskau, SKA Petersburg und Avangard Omsk, in der Schweiz für die ZSC Lions und Fribourg, in Deutschland für Adler Mannheim. Mit ZSKA Moskau wurde er als Gewinner des Gagarin-Cups 2019 Meister, ebenso ein Jahr davor mit dem Züricher SC, mit Fribourg gewann er 2024 erstmals in der Vereinsgeschichte den Spengler-Cup in Davos. 2018 und 2023 war er Teilnehmer am All-Star-Game der KHL, in der es in 360 Spielen auf 271 Scorerpunkte (88 Tore und 183 Assists) brachte.
Vey unterschrieb in Wien für zwei Saisonen, dazu war sicher auch ein finanzieller Kraftakt notwendig. Der gelang, obwohl sich mit spusu der Hauptsposnor praktisch zurückziehen wird. Sportchef Christian Dolzeal bejubelte die Vey-Verpflichtung: „Er ist das fehlende Puzzleteil in der Offensive, hebt den Kader mit seiner Qualität auf ein ganz neues Level. Dieser Transfer ist ein Statement an unsere Partner, Fans, aber auch an unsere Konkurrenten und zeigt, wo wir sportlich wieder hinwollen!“ Es gilt als offenes Geheimnis, dass Boss Martin Reiss eine Saison wie die letzte nicht mehr erleben will, schon erwartet, dass die von Dolezal total umgebaute Mannschaft ins Semifinale kommt. In der für Kapitän Mario Fischer kein Platz mehr war: Er erhielt kein Angebot, beendete daher seine aktive Karriere. Er gehörte 2016/17 zur letzten Meistermannschaft ebenso wie Niki Hartl, der aus freien Stücken aufhörte. Fischers gesperrte Rückennummer 50 wird unter dem Dach der Steffl-Arena angebracht. Damit ist Fischer nach Phil Lakos und Rafael Rotter der dritte Spieler der Caps, dem diese Ehre zuteilwird. Auch Dominique Heinrich fehlt, obwohl er bei der WM seine Klasse zeigte. Die Größe, zuzugeben, dass mit seinem Rauswurf ein Fehler passierte, hatte die sportliche Leitung der Caps aber nicht. Teamchef Roger Bader zeigte Caps-Coach Gerry Fleming, wie man Heinrich richtig einsetzt.
