Wieder kein Sieg für Oliver Glasner mit Crystal Palace. Aber bei elf Ausfällen kann ein 0:0 im Selhurst Park gegen den Dritten Aston Villa durchaus positiv gesehen werden. Im Abwehrzentrum musste der 19 jährige Franzose Jaydee Canvot beginnen, auf der Bank saßen zwei 18 jährige und ein 16 jähriger. Rekordkauf Brennan Johnson vergab bei seinem Heimdebüt nach 17 Minuten die größte Führungschance, scheiterte am argentinischen Teamtorhüter Emiiano Martinez. Im Finish hatten die „Eagles“ bei einem Kopfball von Englands Teamstürmer Ollie Watkins an die Stange Glück. Aber es blieb bei der Erfolgsbilanz von Glasner gegen Aston Villa und Startrainer Unai Emery: In sieben Spielen keine Niederlage. Fünf Siege, Mittwoch das zweite Unentschieden, über das Emery ziemlich sauer war, Glasner hingegen zufrieden: „Wir haben den Punkt verdient. Ich bin stolz auf jeden einzelnen Spieler!“
Seit Montag gibt es um Glasners Zukunft wieder ständig Spekulationen. Weil bei Manchester United der Portugiese Ruben Amorim nach eineinhalb Jahren gehen musste. Es passte zwischen ihm, Sportdirektor Jason Wilcox und dem deutschen Kaderplaner Christopher Vivell nicht mehr. Als Amorim dies öffentlich andeutete, war seine Zeit vorbei. Er wollte mehr Einfluss auf die Transferpolitik haben. Den würde aber sicher auch Glasner fordern. Laut Wettquoten ist er Favorit auf den Job in Old Trafford in der kommenden Saison, er lehnt es aber ab, dazu Stellung zu beziehen. Seine Entscheidung werde in etwa vier Wochen fest stehen. Inzwischen ist er darauf eingestellt, in der Wintertransferzeit Kapitän und Abwehrchef Marc Guehi zu verlieren: „Wenn ein gutes Angebot kommt, muss man ihn verkaufen!“ Weil Guehi im Sommer ablösefrei gehen kann.
Mit Interimstrainer Darren Fletcher schaffte Manchester United beim Vorletzten Burnley nur ein 2:2, bei dem der Ex-Salzburger Benjamin Sesko beide Tore erzielte. Es ist auch noch offen, wie es bei Tottenham (Mittwoch ohne Kevin Danso 2:3 in Bournemouth) weiter geht. Bei Chelsea ist die Nachfolge von Enzo Maresca geregelt: Der 41 jährige Engländer Liam Rosenior, bisher beim französischen Partnerklub Racing Straßburg, bekam sogar einen Sechsjahresvertrag! Die 1:2-Niederlage im London-Derby bei Fulham beobachtete er Mittwoch noch von der Tribüne. Chelseas spanischer Verteidiger Marc Cucurella sah bei 0:0 die rote Karte, ab der 22. Minute spielte Chelsea mit zehn Mann.
Foto: Crystal Palace.