Nur noch ein Punkt am nächsten Sonntag bei der Wiener Austria fehlt dem LASK zum Double. Denn bei Punktgleichheit mit Sturm wird der LASK automatisch vorgereiht, da bei der Punkteteilung nach 22 Runden die der Linzer abgerundet wurden. Das letzte Duell gegen die Austria endete in der Generali-Arena 2:2 – dieses Resultat würde dem LASK reichen, um erstmals nach 1965 wieder Meister zu sein. Die Position der Linzer ist sehr gut – aber Selbstläufer wird das sicher keiner. Zum 2:1 gegen Salzburg verhalfen zwei Outeinwürfe von Moses Usor. Nach denen fielen innerhalb von vier Minuten, zwischen der 33. und 36., beide Treffer. Bis daheim dominierten die Salzburger, ohne klare Möglichkeiten herauszuholen. Die gab es nach der Pause, als zunächst Kerim Alajbegovic und dann Edmund Baidoo nur Aluminium trafen. Das Anschlusstor von Joker Karim Konate fiel auch nach einem Einwurf, aber erst in der 87. Minute. Viel zu spät.
Der LASK kann auch gewinnen, wenn Sasa Kalajdzic einmal an keinem Tor beteiligt ist. Das passierte gegen Salzburg. Den ersten Ouwinwurf von Usor verlängerte Innenverteidiger Joao Tornich zu Sturmtank Samuel Adeniran, der sein neuntes Saisontor erzielte. Nach dem zweiten Outinwurf von Usor traf Innenverteidiger Andres Andrade die Latte, Kaspar Jörgensen verwertete den Abpraller. Der dänische Offensivverteidiger bejubelte seinen siebten Saisontreffer (Bild). „Der Doppelschlag hat uns geholfen“, wusste Trainer Didi Kühbauer, „in der zweiten Hälfte waren wir mitunter zu schlampig. Aber die Mannschaft verdient Lob, weil sie seit sieben Monaten auf höchstem Niveau agiert und sich nahe vor dem Ziel befindet!“ Unter dem portugiesischen Trainer Joao Sacramento hatte der LASK nach sieben Runden nur sechs Punkte. Jetzt ist etwas Großes machbar, wie Kühbauer feststellte. Allerdings ohne Outenwurf-Spezialist Usor, der mit einer Knieverletzung ausfällt, und ohne den gesperrten Innenverteidiger Keba Cisse.
Salzburg belegt erstmals in der Red-Bull-Ära weder Platz eins noch zwei. Als Daniel Beichler nach 19 Runden auf Thomas Letsch als Trainer folgte, war Salzburg Tabellenführer. Nach dem ersten Sieg unter Beichler (5:1 beim LASK) mit zwei Punkten Vorsprung auf Sturm und drei auf die Linzer. Insgesamt fünf Niederlagen in zwölf Spielen unter Beichler waren zu viel. Auch wenn seine Entscheidung, den einzigen Unterschiedsspieler, den Salzburg hat, in Linz nicht von Beginn an einzusetzen, sondern erst ab der 55. Minute, falsch war, in erster Linie die Spieler in die Pflicht genommen werden.
Beim Arbeitssieg von Sturm in Hartberg fielen schon in den ersten 25 Minuten vier Tore. Als Otar Kitesihvili per Kopf mit seinem 15, Saisontor das 3:1 erzielte, schien die Partie gelaufen. Ein Elfmeter für Hartberg kurz nach der Pause sorgte nochmals kurz für Spannung. Sturms mit Gelb belasteter Kapitän Jon Gorenc Stankovic hatte Glück, dass er für das Foul zum Elfmeter nicht Gelb-Rot bekam. Die Entscheidung fiel in der 80. Minute durch das erste Bundesligator des eingewechselten U-17-Vizeweltmeisters Luca Weinhandl.
Foto: Gepa/Admiral.
