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Unglaublich ergreifend: Wieder ein historischer Sieg des Eishockeytams

Österreichs Eishockeyteam gewann auch ihr drittes Spiel bei der Eishockey-WM in Zürich. Auf das 5:2 gegen Großbritannien und das 4:2 gegen Ungarn folgte Dienstag vor 8677 Zuschauern in der Züricher Swiss Line Arena ein 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) gegen Lettland. Das bedeutet zugleich eine Riesenvorgabe für die Fußballer: Ob auch die im Juni ihre ersten drei Partien bei der WM gewinnen können? Das Team von Roger Bader schafft Erfolge für die Geschichtsbücher: Drei rot-weiß-rote Siege zum Auftakt der A-WM gab es zuvor noch nie, zwei Siege hintereinander gegen Lettland auch nicht. Bader nannte das Teamwork, die Leidenschaft und den Einsatz „unglaublich ergreifend“. Das alles konnte nach den vielen Ausfällen wirklich nicht erwartet werden.

Bader stellte im Vergleich zum Ungarn-Spiel nicht um, Atte Tolvanen (im Bild links) blieb im Tor, wuchs zum entscheidenden Faktor, wurde auch zum besten Österreicher gewählt.  Das Schussverhältnis lautete am Ende 36:14 für Lettland, im letzten Drittel sogar 10:3. Aber Österreich gewann dank gnadenloser Effizienz. Die Führung durch den WM-Debütanten Tim Harnisch in der 28. Minute war erst der zweite Torschuss im zweiten Drittel. Nach nur 25 Sekunden im ersten Drittel fiel der Ausgleich, als der Schuss von Rudolf Balcers zwischen den Beinen von Benjamin Nissner ins lange Eck traf. Vier Minuten später führte wieder Österreich: Eine Attacke gegen Dominic Zwerger setzte dem Vorarlberger zwar ziemlich zu, führte aber zum ersten Powerplay, in dem Nissner die Führung gelang. Die Österreich clever verteidigte, auch dank der „Mauer“ Tolvanen. Zwei Minuten vor Schluss nahm Letttland den Goalie vom Eis, versuchte es mit sechs gegen fünf. Die Österreicher warfen sich in die Schüsse, 1,7 Sekunden vor Schluss traf Vinzez Rohrer ins leere Tor. Der Jubel war gewaltig, auch  bei den 1500 österreichischen Fans. Zum dritten Mal ertönte die Bundeshymne.

Damit lebt die Chance auf das zweite Viertelfinale hintereinander, obwohl es Mittwoch die  erste Niederlage geben wird. Alles andere wäre ein Wunder. Denn die Schweiz war bisher die beste Mannschaft in der Gruppe und fertigte Montag Deutschland 6:1 ab. Die Aufregungen um den Teamchefwechsel hatten bisher keine Auswirkungen: Patrick Fischer musste zweieinhalb Wochen vor WM-Beginn gehen, weil er in einer Talkshow im Schweizer Fernsehen zugab, mit einem gefälschten Covid-Bescheid zu Olympia nach Peking geflogen zu sein. Für ihn sprang sein Assistent Jan Cadieux ein. Auch mit ihm läuft es, zur Erfolgsbesetzung gehören sechs Legionäre aus der NHL. Nicht nur für den Schweizer Bader wird es ein besonderes Spiel, sondern auch für die Schweiz-Legionäre Rohrer, Zwerger und Bernd Wolf. Rohrer trifft auf fünf Mitspieler von den Züricher Lions, die Klubs von Zwerger und Wolf (Ambri, Kloten) haben keinen Spieler im Schweizer Team. Die Halle wird restlos ausverkauft sein, daher  spielt Österreich bei dieser WM erstmals vor 10.000 Zuschauern,

 

Foto: IIHF.

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