Fußball

Urteil gegen LASK nicht einstimmig! Änderung im Ligavorstand

Der überzogene Sechspunkteabzug für den LASK, wodurch Meister Red Bull Salzburg als Tabellenführer am Mittwoch ins Play off gehen wird, beschäftigte am Tag nach dem Urteil des Senat eins weiterhin die Fußballszene. Mehr als die Änderung im Ligavorstand. Raphael Landthaler, der erst im Februar den Job neben Christian Ebenbauer antrat,  ist nach nur vier Monaten Geschichte. Zuvor war er fast zehn Jahre bei Rapid. Landthaler spielte bei den Verhandlungen der Liga mit dem Gesundheitsministerium über den Neustart nach Corona keine Rolle. Er war eigentlich für die Lizenzierung zuständig, die infolge der besondere Umstände nicht nach den bisher üblichen Maßstäben erfolgte. Möglicherweise kam es deshalb zu den Differenzen, die dazu führten, dass er Freitag dienstfrei gestellt wurde. Jetzt führt Ebenbauer gemeinsam mit den Stellvertretern David Reisenauer (Spielbetrieb) und Alexander Schwärzler (Sicherheit) die Liga. Ob Landthalers Rückzug etwas mit der Causa LASK zu tun hatte? LASK-Präsident Siegmund Gruber soll sich vor Monaten dafür eingesetzt haben, dass Landthaler den Job bekam.

Der Senat eins machte sich Donnerstag das Urteil nicht leicht. Zwei Stunden dauerten alleine die Beratungen über das Strafausmaß. Einstimmig war am Ende die Entscheidung nicht: Einige wollten noch schärfere Sanktionen, anderen war dieses Urteil zu hart. Die sechs Punkte sehen einige sozusagen als Kompromiss. Der dem LASK noch die Chance lässt, in zehn Runden, darunter zwei direkten Duellen gegen Salzburg, den am grünen Tisch eingehandelten Dreipunkterückstand in den ersten Meistertitel seit 1965 zu verhandeln. So kann man es sehen oder auch nicht.

Irgendwann im Juni wird sich das Protestkomitee unter dem Wiener Rechtsanwalt Andreas Grundei mit der Causa beschäftigen müssen. Das ist noch hochkarätiger besetzt als der Senat eins. Mit drei Universitätsprofessoren und einem Ex-Spieler von Sturm Graz und GAK, der inzwischen ein angesehener Notar ist. Der mittlerweile 52 jährige Kurt Temm absolvierte 229 Partien in der Bundesliga. Der Spielplan für das Play-off (siehe oben) steht samt Beginnzeiten zwar, aber es wäre ein Wunder, sollte am Tag der letzten Runde, am 5. Juli, das laufende Verfahren schon erledigt sein. Ausser Titelverteidiger Salzburg hat einen so klaren Vorsprung herausgeholt, dass er auch ohne den Punkteabzug der Linzer Platz eins erobert hätte. Aber st das zu erwarten? Bei LASK-Präsident Gruber muss man eher davon ausgehen dass er das neutrale Schiedsgericht anrufen wird, wenn das Protestkomitee das Urteil der ersten Instanz bestätigen sollte. Selbst danach bliebe ihm noch der Gang zum ordentlichen Gericht, sprich Obersten Gerichtshof. Das wäre gar keine Premiere. Den Weg ging Peter Svetits als Präsident von Austria Klagenfurt, um die Lizenz zu retten. Übrigens ohne Erfolg. Der OGH bestätigte die Entscheidung des Schiedsgerichts.

Beschäftigen wird die Liga auch die aktuelle Verordnung aus dem Gesundheitsministerium. Demnach dürften schon ab der ersten Runde in der nächsten Runde hundert Zuschauer in die Stadien. Also mehr als die im Präventionskonzept vorgesehenen 200 Personen. Ab Juni, also für die letzte Runde, sogar 500. Ob davon Gebrauch gemacht wird? Nächste Woche sind Kontakt zwischen Gesundheitsministerium und Liga geplant. Vielleicht bietet diese Verordnung den Klubs die Chance, einige Besitzer von Dauerkarten für die entgangenen fünf Heimspiele teilweise zu entschädigen. Beim westlichen Nachbarn Schweiz wird es ab 20.Juni weiter gehen. Sogar ohne Corona-Tests. Das entschied Freitag die Generalversammlung der Liga. 17 der 20 Klubs traten  dafür ein, zwei waren dagegen, einer enthielt sich der Stimme.

 

Foto: Bundesliga.

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