Eishockey

Vanek traf bei Happy End: Aber Spekulationen um seinen Verkauf

Dritter Heimsieg hintereinander für Thomas Vanek mit den Detroit Red Wings.  Der war am Abend  vor seinem 33. Geburtstag an Dramatik nicht zu überbieten: Gegen die Boston Bruins nach dem ersten Drittel 1:4 zurück, den Ausgleich zum 4:4 geschafft, dann 4:5, wieder Ausgleich, Verlängerung und Penaltyschießen. Bei dem Vanek und der Däne Nielsen Bostons finnischen Goalie Rask zum 2:1-Happy-End bezwangen. Österreichs Eishockeystolz punktete mit dem Assist zum dritten Detroit-Tor weiter,  kam damit in den letzten 12 Spielen auf je sieben Tore und Assists, also 14 Punkte. Beachtlich. Aber dennoch begannen die Spekulationen, ob Detroits General Manager Ken Holland Vanek zur  sogenannten Trade Deadline  am 1. März abgibt, um  mit ihm noch Geld zu verdienen.

Das hängt mit der Frage zusammen, ob Detroit zum 26. Mal hintereinander die Play offs schafft. Danach sieht es trotz drei Heimsiegen in Serie  nicht aus: In der Atlantic Division   vier Punkte hinter dem Dritten Toronto, im Rennen um die zweite Wild Card im Osten, die Michel Raffl mit den Philadelphia Flyers aktuell an die Ottawa Senators verlor,  ebenfalls vier Punkte Rückstand. Dabei hat Detroit je drei Spiele mehr als Toronto und Ottawa. Bis nächsten Mittwoch wird man vielleicht etwas mehr wissen: Bis dahin hat Detroit noch vier  Spiele. Freitag in Buffalo, Sonntag daheim gegen Michael Grabner und die New York Rangers,  Dienstag in Boston, 24 Stunden später daheim in der Joe Louis-Arena gegen  Toronto.

Holland   sagte schon vor dem Sieg über Boston nichts konkretes zu den Spekulationen um Vaneks Zukunft: „Ich beurteile die Lage erst in der letzten Februar-Woche und werde dann entscheiden.“ Der Grunddurchgang endet am 9. April. Vanek selbst kommentierte seine und Detroits Situation gelassen: „Ich weiß,mitunter agieren wir wie  ein Team, das nicht die Play offs schaffen kann. Aber unsere Stärke ist, dass wir den Glauben an uns nicht verlieren, dass wir uns steigern können und noch die Play off-Serie fortsetzen.“ Bei ausstehenden 37 Partien habe man genug Möglichkeiten. Er würde zwar gerne den Vertrag verlängern, da sich auch seine Frau und die drei Söhne in Detroit wohl fühlen, er kenne aber das Geschäft und müsse das  akzeptieren.  Ausser Vanek stehen noch drei sogenannte unrestricted free agents  im Kader der Red Wings, die Insindern zufolge Holland transferieren könnte. Verteidiger  Smith (37 Jahre alt), die Stürmer  Miller (32) und Ott (34).

Vanek lernte das Geschäft  in d er Saison 2013/14  gleich zweimal kennen. Im Herbst transferierte ihn Buffalo zu den New York Islanders. Und die schickten ihn im Frühjahr, als abzusehen war, dass es mit dem Play off-Platz nicht klappen wird, weiter zu den Montreal Canadiens. Es könnte sich heuer wiederholen, dass ein Team, das für die Play offs die Offensive verstärken will,  Ende Februar an Vanek denkt. Wenn Detroit sich entschliessen sollte, auf ihn zu verzichten.

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