Freitag verloren die Vienna Capitals zum dritten Mal hintereinander ihr Startspiel in der Ice Hockey League. Kassierten das entscheidende Tor zum 2:3 (0:0. 1:1, 1:2) in Bozen in der 57. Minute. Am Tag darauf gelang in der Innsbrucker Olympiahalle den Capitals in der 57. Minute der entscheidende Treffer zum ersten Saisonsieg, zum 5:4 (1:1, 2:1, 2:2) Innsbruck, ebenfalls in der 57. Minute. Durch den dritten Treffer des 30 jährigen amerikanischen Neuzugang Shane Gersich (Bild), der von Bozen nach Wien kam. Vier der fünf Capitals-Tore fielen im Powerplay.
Head Coach Mike Stewart musste vier Verletzte vorgeben, darunter mit Nelson Nogier und Ramon Schnetzer zwei Verteidiger. Daher agierten die Capitals zwar mit vier Sturmlinien, aber nur mit sechs Verteidigern. In Bozen hielt der schwedische Klassetormann Adam Reineborn die Capitals lange Zeit im Spiel, auch in Innsbruck war der Routinier der erhoffte Rückhalt, verhinderte nach Innsbrucks Führung den 0:2-Rückstand. In beiden Spielen brachte Stewart das gleiche Line-up. Vater des Siegs war sicher Gersich mit dem Hattrick in seinem zweiten Pflichtspiel. im Capitals-Trikot. Er erzielte den Ausgleich zum 1:1, im letzten Drittel das 4:2 (der einzige Treffer, der nicht im Powerplay gelang) und kurz nach Innsbrucks Ausgleich zum 4:4, bei dem sich Reideborn den Puck mit dem eigenen Schläger hinter sich beförderte, nach nur drei Sekunden des Powerplays und einem gewonnenen Bully von Kapitän Linden Vey den Siegestreffer. Die Capitals hatten 31 Torschüsse, die Verlierer 13 mehr. „Wir waren deutlich besser als in Bozen“, freute sich Stewart, „wir haben Capitals-Eishockey gespielt und den Gegner unter Druck gesetzt. Mit einer solchen Mannschaftsleistung können wir Punkte holen.“ Mittwoch folgt das erste Heimspiel gegen Fehervar.
Der Paukenschlag der Startrunde war sicher das 1:7 (0:2, 0:2, 1:3)-Debakel des EC Red Bull Salzburg auf eigenem Eis gegen den KAC. Meister Graz 99ers verlor die „Revanche“ für das Finale der letzten Saison beim HC Pustertal 2:4 (0:1, 1:1, 1:2). Keine Überraschung, denn der Wechsel von Lukas Haudum nach Finnland hinterließ sicher eine Lücke, ebenso die Dopingsperre von Kilian Zündel, gegen die der Vorarlberger doch Einspruch erheben wird.
Foto: Vienna Capitals/Szieber.
