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Vom Sündenbock zum Helden: Turbulente Premiere von Ndukwe

Der dritte Einsatz von Österreichs U-17-Vizeweltmeister Ifeany Ndukwe bei Levante, zugleich der erste von Beginn an, verlief turbulent. Nach 13 Minuten war der 18-jährige Ex-Austrianer Montagabend eher der Sündenbock, weil der Nachzügler der spanischen La Liga daheim gegen den FC Sevilla in Rückstand geriet. Am Ende, nach der  zehnminütigen Nachspielzeit, wurde der Innenverteidiger hingegen von den knapp 20.000 Fans als Held gefeiert, weil er mit seinem ersten Tor das 3:3 (0:1), und damit einen Punkt rettete. Levante-Trainer Luis Castro hob Ndukwes mentale Stärke hervor, weil er sich durch seinen Patzer nicht wirklich irritieren ließ.

Ein schlechter Ndukwe-Rückpass zum australischen Tormann Matthew Ryan bedeutete nach 13 Minuten das 0:1, zugleich den Auftakt zu einem turbulenten Spiel. Sevilla führte nach 53 Minuten 2:0, in der 92. Minute glich Levante aus. Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit gelang Sevilla das dritte Tor, Schütze Romero sah nach provokantem Jubel vor den Levante-Fans die rote Karte. Gegen zehn Mann gelang Ndukwe mit rechts der Ausgleich, als er in der letzten Aktion nach einem Getümmel frei stand. Sein einziger Ballkontakt im Sevilla-Strafraum. Levante liegt nach sieben Runden mit einem Spiel weniger auf Rang 17, punktgleich mit dem 18. Elche auf dem Abstiegsplatz. In der zweiten Hälfte spielte bei Levante auch Ex-Salzburg-Legionär Petar Ratkov. Der serbische Mittelstürmer wurde im Jänner von Salzburg um 13,6 Millionen Euro an Lazio Rom verkauft, von den Italienern aber nach neun Einsätzen ohne Tor, von denen nur zwei von Beginn an waren, an Levante weitergegeben. Für zwei Millionen Leihgebühr. Bisher traf Ratkov auch bei Levante nicht.

Ndukwe hingegen schon. Freitag geht es auswärts gegen den Achten La Coruna, einen Neuling, weiter. Ndukwe hat mit seinen Einsätzen schon genug Punkte gesammelt, um in Englands Premier League spielberechtigt zu sein. Ob ihn Liverpool allerdings schon im Winter zurückbeordern wird, ist eher unwahrscheinlich. Denn mit Kapitän Virgil van Dijk, dem im Sommer um 63,6 Millionen von Rennes gekauften Franzosen Jean Jacquet, Uruguay-Teamspieler Ronald Araujo, Joe Gomez und dem 19-jährigen Italiener Giovanni Leoni, der vor einem Jahr um 29,45 Millionen von Parma geholt wurde, stehen fünf Innenverteidiger im Kader. Der Vertrag mit dem 35-jährigen van Dijk soll noch einmal verlängert werden.

Montag debütierte auch David Alaba bei Udinese. Er saß im Stadio Olimpico von Turin zu Beginn auf der Bank, wurde von Trainer Rune Kostajic in der 72. Minute eingewechselt, als Udinese gegen Torino nach einem Fehler des nigerianischen Tormanns Maduka Odoye 1:2 in Rückstand lag. Mit Österreichs Teamkapitän als Innenverteidiger drängte Udinese auf den Ausgleich, der aber nicht gelang. Alaba fiel durch Ruhe am Ball und Übersicht auf, jetzt wird erwartet, dass er Sonntag daheim gegen Lecce von Beginn an spielt. Denn Udinese braucht nach fünf sieglosen Partien dringend drei Punkte. Udinese liegt auf Platz 15, Parma, der 18. auf dem ersten Abstiegsplatz hat aber so wie Udinese vier Punkte aus sechs Runden.

Foto: EPA/APA.

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