Fußball

Von Hedl über Wimmer, Schmid und Junior Adamu: Sieben Trümpfe für drei Siege

Österreichs U 19 hielt Mittwoch Abend die Chance auf ein EM-Ticket am Leben. Bewies in Benidorm gegen Spanien Charakter. Die Mannschaft von Martin Scherb holte nach der Pause einen 0:2-Rückstand auf, schaffte durch Tore von Köln-Legionär Philipp Wydra und des Rapidlers Benjamin Kanuric den Ausgleich. Aber Samstag gegen Dänemark fehlen zwei wichtige Spieler: Juventus-Legionär Enver Omic, der Kapitän und Antreiber im Mittelfeld, wegen der zweiten gelben Karte, Rapids Innenverteidiger Leopold Querfeld bekam eine Minute vor Schuss vom belgischen Schiedsrichter die „Ampelkarte“.

Ein Unentschieden würde Freitag Abend auch die EM-Chancen der U 21 wahren. Mit einem Sieg gegen Tabellenführer Kroatien in Varazdin wären sie allerdings größer. In Wahrheit brauchen Österreichs Hoffnungen wahrscheinlich Siege gegen Kroatien, am Dienstag in Ried gegen Norwegen und am 3. Juni gegen Finnland, ebenfalls in Ried, um in die Endrunde zu kommen. Nicht gut, dass mit Nizza-Legionär Flavius Daniliuc und Emanuel Aiwu zwei Innenverteidiger und beide Kapitäne ausfallen. Aiwu beendete wegen Adduktorenproblemen am Dienstag die Vorbereitung. Zudem fehlt im Kader ein gelernten rechter Verteidiger. Trotzdem glaubt Teamchef Werner Gregoritsch an die richtige Mischung aus Erfahrung und Jugend, weil er im Training bei seinen Spielern den unbedingten Willen zum Sieg spürte. Österreich liegt mit einem Spiel mehr sechs Punkte hinter Kroatien, drei hinter Norwegen.

Das Duell gegen die Kroaten mit den Salzburgern Luka Sucic und Roko Simic ist live auf ORF Sport + zusehen. Im Abwehrzentrum müssen sich ohne Aiwu und Daniliuc David Affengruber von Sturm Graz, Rapids Martin Moormann oder Düsseldorf-Legionär Christoph Klarer bewähren. Es gibt sieben Trümpfe für den Kampf um drei Siege: Tormann Niklas Hedl, der bei Rapid in diesem Jahr praktisch fehlerlos blieb. In Mittelfeld zeigten bei ihren Klubs sowohl die Legionäre Romano Schmid und Patrick Wimmer sowie Matthias Braunöder bei Austria und Alexander Prass bei Sturm Graz auf, von den Stürmern wissen sowohl Salzburgs Junior Adamu als auch Rapids Senkrechtstarter  Bernhard Zimmermann, wo das Tor steht.

Schmid und Wimmer konnten sich zuletzt mehr als profilieren. Dass Werder Bremen im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga als Zweiter gute Karten hat, liegt auch an Schmid. Der Kreativspieler zeigte zuletzt beim 1:0 im Spitzenspiel gegen Darmstadt auf.  Wimmer fällt bei Bielefeld regelmäßig positiv auf, obwohl es zuletzt vier Niederlagen in Serie gab.  Egal, ob Arminia der Klassenerhalt gelingt oder nicht, muss im Sommer ein Leistungsträger verkauft werden, um das finanzielle Minus der Corona-Jahre auszugleichen. Topkandidat ist Wimmer, für dessen starke Saison auch drei Tore und sieben Assists sprechen. Er kam für 700.000 Euro Ablöse von der Wiener Austria, inzwischen stieg der Marktwert auf vier Millionen.

Foto: ÖFB/Patrick Vranovsky.

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