Fußball

Von Malta bis in den Wiener Prater: Neun Klubs testen! Röcher bei Wolfsberg

Nur noch eine Woche bis zum Nachtragsspiel zwischen Wolfsberg und Sturm, bei dem sich entscheidet, ob Sturm fünf Tage später als Tabellenführer zum offiziellen Eröffnungsspiel der Frühjahrssaison gegen Rapid ins Hütteldorfer  Allianz-Stadion kommt. Nach der kurzen Pause bestreiten am Wochenende neun der zwölf Klubs ihre ersten Tests. Drei davon im Ausland. Am weitesten von der Heimat entfernt ist WSG Tirol: Auf der Mittelmeerinsel Malta. Statt in Wattens auf Schnee und Kunstrasen zu trainieren, freuen sich die Tiroler sechs Tge lang über Temperaturen um 18 Grad und Rasenplätze. Gewannen bereits den ersten Test im Rahmen des Tipsport-Turniers mit tschechischen Klubs, die ebenfalls auf Malta trainieren: Mittwoch erzielte Zlatko Dedic (Bild oben) im Nationalstadion Ta´ Quali den Führungstreffer beim 2:0 (0:0) gegen Zbrojovka Brünn, bei dem der 21 jährige Tormann Benjamin Ozegovic, letzten Sommer von Altach geholt, positiv auf sich aufmerksam machte. Die erste Garnitur spielte erst in der zweiten Hälfte. Samstag treffen im Tiroler im Finale des Malta-Cups auf Sigma Olmütz.

Gleich zwei Tests absolviert Sturm Graz im Trainingslager Umag: Samstag gegen den kroatischen Tabellenführer Osijek, mit dem Nenad Bjelica, Ex-Trainer von Austria und Wolfsberg, Serienmeister Dinamo Zagreb, bei dem er im Frühjahr gehen musste, den Kampf ansagt. Und Sonntag gegen Fehervar, den  Zweien von Ungarn. Im slowenischen Catez gibt s das Kärntner-Derby zwischen Wolfsberg und Austria Klagenfurt. Wolfsberg musste vor der Abfahrt nach Slowenien einen Ausfall beklagen: Der israelische Mittelfeldspieler Eliel Peretz brach sich im Training den Mittelfußknochen, fällt zwei Monate oder länger aus. Aber die Kärntner bekameen auch einen Neuen mit Bundeligaerfahrung: Den 29 jährigen Thorsten Röcher. Ein Spieler für die linke Außenbahn, eher ein Nachfolger für Marc Andre Schmerböck, der Anfang der Woche zu Hartberg wechselte.

Nach sechs Jahren Mattersburg hatte Röcher seine beste Saison 2017/18 bei Sturm, wechselte dann für 1,2 Millionen Euro Ablöse in die zweite deutsche Liga zu Ingolstadt. Dort klappe es nicht, daher nach einem Jahr auf Leihbasis zurück nach Graz. Bei Sturm fiel er letzten Sommer dem Neuaufbau nach dem Versagen im Frühjahr zum Opfer. In Ingolstadt gelang auch der zweite Anlauf nicht. In dieser Saison spielte er nur 14 Minuten im Pokal, in der dritten Liga überhaupt nicht. Zuletzt wegen Adduktorenbeschwerden.  Aber er konnte sich auf Berater Thomas Böhm von „Grass is Green“ verlassen: Indem er mit Schmerböck einen Klienten, der in Wolfsberg nicht mehr gefragt war, bei Hartberg unterbrachte, schuf er Platz in Kärnten für Röcher. So etwas nennt man Umsicht. Röchers Bilanz bei Mattersburg und Sturm: 261 Spiele, 37 Tore, 48 Assists.

Die anderen neun Klubs blieben daheim,  verzichteten wegen der  Corona-Situation auf Reisen ins Ausland.  Durchaus vernünftig. Salzburg trifft Samstag im Trainingszentrum Liefering auf den polnischen Klub Gornik Zabrze, wobei weder Fans noch Medien zuschauen dürfen. Winterkauf Brenden Aaronson wird sein Debüt feiern, wahrscheinlich wird Trainer Jesse Marsch auch einige der jungen Testspieler von der Filiale Liefering probieren. Wie Stürmer Junior Adamu oder Nicolas Seiwald im zentralen Mittelfeld. Das bietet sich an, weil ungewiss bleibt, ob die „Dopingsünder“ Mo Camara und Sekou Koita in Pflichtspielen einsatzberechtigt sein werden, wie schnell die UEFA eine Entscheidung fällen wird. Der LASK bekam zwei Tage ver dem Test gegen die Wiener Austria einen positiven Baubescheid für den Neubau des Linzer Stadions auf der Gugl der 2022 fertiggestellt sein wird, bis zu 70 Millionen Euro kostet. Das Land Oberösterreich stellte in Aussicht, das Projekt Raiffeisen-Arena mit 30 Millionen zu fördern. Präsident Siegmund Gruber kündigte eine bauliche Landmark an, die allen Anforderungen einer modernen Fußballarena gerecht werden wird.

Bei Austria fehlt mit dem erkrankten Tormann Patrick Pentz der beste Spieler der bisherigen Saison, auch Innenverteidiger Erik Palmer-Brown ist nicht einsatzbereit.  General Manager Peter Stöger glaubt, dass alle Spieler verstanden haben, worum es in den ausstehenden zehn Runden geht. Auch darum wer wann und wie bereit ist, um die Aufholjagd auf Platz sechs zu starten. Für die Siege her müssen. Schon am 23. Jönner in Ried. Der Aufsteiger spielt Samstag gegen Zweitligist Amstetten erstmals unter dem neuen Trainer Miron Muslic. Vorwärts Steyr ist der erste Testgegner von VSE St.Pölten, Lafnitz, der Winterkönig der zweiten Liga aus der Steiermark, der von Rapid. Im Wiener Prater vor dem Happel-Stadion, am Platz des Trainingszentrums mit Rasenheizung. Dabei könnte es zum ersten Kurzeinsatz von Kapitän Dejan Ljubicic nach monatelanger Pause kommen. So wie bei Salzburg gibt´s auch bei Rapid Nachschub aus der zweiten Mannschaft, wenn auch nur einen: Der 18 jährige Innenverteidiger Marko Dijakovic konnte sich in zehn Einsätzen beim Schlusslicht der zweiten Liga für höhere Aufgaben empfehlen. Er trainiert vorerst bei Didi Kühbauer mit.

Noch nicht im Einsatz sind Hartberg, Admira und Altach. Hartberg beginnt seine drei Testspiele Dienstag gegen Blau Weiß Linz, Admira trifft nächsten Freitag auf Rapid, Altach einen Tag später auf den Schweizer Nachbarn St. Gallen. Admira und Altach hoffen bis dahin Neuerwerbungen, die sofort helfen, präsentieren zu können.

Foto: Tipsport.

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