Fußball

Von Rapids letztem Sieg gegen den Meister blieben nur vier übrig

Noch vier Tage bis zum Spitzenspiel der Meisterrunde zwischen Rapid und Titelverteidiger Red Bull Salzburg, in dem die zwei offensiv stärksten Mannschaften der Liga aufeinandertreffen. 51 Tore erzielte bisher Rapid,19 mehr Salzburg, die Mannschaft mit dem geringsten Österreicher-Anteil (27,8 Prozent), der bei Grün-Weiß 77,1 Prozent beträgt.  Sonntag wird sich entscheiden, ob es ein Solo für den Meister zum neunten Titel hintereinander wird oder die Spannung noch erhalten bleibt, sogar größer wird, wenn Grün-Weiß den Rückstand auf einen Punkt reduziert. Dazu muss erstmals seit 24. Februar 2019 ein Sieg gegen die Nummer eins von Österreich gelingen. Aber von den 14, die damals den Rapid-Dress trugen, sind für Sonntag nur noch vier ein Thema: Tormann Richard Strebinger, Max Hofmann, Dejan Ljubicic (damals noch nicht Kapitän, sondern für Manuel Martic eingewechselt) und Christoph Knasmüller (Bild oben). Der im November beim letzten Duell gegen die Bullen in Hütteldorf für den späten Ausgleich zum 1:1 sorgte. Der Balsam auf die Rapid-Seele bedeutete, die noch immer vom 2:7-Heimdebakel im Frühjahr verwundet war. Dass Salzburg wie vor fünf Monaten durch Sekou Koita in Führung geht, kann sich bei der Neuauflage nicht wiederholen. Da er wegen des Dopingvergehens bei Malis Nationalteam bis zur letzten Runde gesperrt ist.

Was ist aus den anderen Rapid-Siegern von 2019 geworden? Die Torschützen Veton Berisha und Stefan Schwab haben den Klub gewechselt, spielen in Norwegen bei Viking Stavanger und Griechenland bei Paok Saloniki.  Ebenso weg sind Stephan Auer (Admira), Boli Bolingoli (Basaksehir Istanbul), Martic (Mezökövesd in Ungarn), Andrei Ivan (Craiova) Andrija Pavlovic (Bröndby Kopenhagen)und Aliou Badji (Ankaragücü). Mario Sonnleitner gehört nicht mehr zur ersten Wahl, Philipp Schobesberger zählt zu den Langzeitverletzten. Von dem Salzburg-Verlierern werden Sonntag im Allianz-Stadion Cican Stankovic, Andre Ramalho, dessen gelb-rote Karte damals Rapids Sieg einleitete, Kapitän Andreas Ulmer, Enock Mwepu und Patson Daka wieder zu sehen sein. Jerome Onguene, Xaver Schlager Diadie Samassekou, Hannes Wolf und Smail Prevljak spielen inzwischen in Italien (FC Genoa), Deutschland (Wolfsburg, Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach) und Belgien (Eupen). Albert Vallci ist bis Jahresende außer Gefecht. Bemerkenswert an der damaligen Überraschung: Erling Haaland feierte in den letzten 13 Minuten sein Debüt bei Salzburg.

Rapids Trainer wird am Sonntag so wie 2019 Didi Kühbauer sein. Diesmal trifft er nicht auf Marco Rose, sondern auf Jesse Marsch. Der Amerikaner gewann von bisher acht Duellen gegen Rapid sieben. Das Torverhältnis in diesen Partien lautet 27:10. Gestern wurde der Amerikaner  von „Sport Bild“ als Kandidat für den im Sommer vermutlich frei werdenden Trainerjob bei Bayer Leverkusen bezeichnet. Also steht er bei zwei deutschen Bundesligaklubs am Radar. Nicht nur bei Borussia Mönchengladbach. Vielleicht sogar bei drei, da ihn RB Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff als Personalreserve sehen soll, falls Julian Nagelsmann den Wunsch äußert, zu gehen. Salzburg hat gelernt, mit solchen Spekulationen zu leben, ohne sich darüber aufzuregen.

Foto: Wien Energie/Gepa.

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