Eishockey

Von Toronto und Edmonton bis nach Villach

In Österreichs Eishockey wird weiter gestritten, in Kanada beginnt die nordamerikanische  National Hockey League  am Samstag nach 142 Tagen Pause wieder. Wegen Corona ohne Zuschauer, mit den Österreichern Michael Raffl (Bild oben) und Michael Grabner, die Sonntag in der Scotiabank Arena von Toronto (Raffl mit den Philadelphia Flyers) sowie im Rogers Place von Edmonton (Grabner mit den Arizona Coyotes) im Einsatz sein werden. In einem historischen und bisher einzigartigen Sommer versucht die beste Liga der Welt,  bis Oktober doch noch den Stanley Cup-Sieger zu küren. Einzigartig sind die Umstände, unter denen dies geschieht: Das Play-off wurde von 16 auf 24 Mannschaften aufgestockt, die an den Spielorten in fünf Tophotels streng abgeschottet sind. Jede Mannschaften darf 52 Personen mitbringen, die sich täglich einem Corona-Test unterziehen müssen. Die NHL-„Blase“ mit ihren strengen Hygienevorschriften darf keiner verlassen, das überwachen  insgesamt 222 Security-Personen. Bis zu drei Spiele täglich werden in den Hallen ausgetragen, alle sind live auf diversen TV-Kanälen zu sehen.

Philadelphia gehörte beim Beginn der Corona-Pause am 12. März zu den besten vier Teams im Osten, ist daher fix für die Play-off qualifiziert. Das Duell gegen die Boston Bruins am Sonntag dient eigentlich nur der Platzierung für das Viertelfinale. Bei den Flyers ist der Optimismus groß, sogar das Finale um den Stanley-Cup erreichen und es gewinnen zu können. Der 31 jährige Raffl, bereits seit sieben Jahren bei Philadelphia und damit nach Sean Couturier und Tschechen-Star Jakob Voracek der Spieler mit den meisten Dienstjahren der Flyers, spricht von der besten Mannschaft, in der er je spielte. Den Aufschwung hat Head Coach Alain Vigneault geschafft,ein früherer Trainer von Grabner. Der profitierte mit Arizona von der Aufstockung,. Die Coyotes müssen sich in einer Fünferserie gegen Nashville für das Play-off qualifizieren. Vor der Corona-Pause kam Grabner bei Coach Rick Tocchet kaum noch zum Zug.  Der Aufreger bei Arizona: Dienstag schmiss der erst 31 jährige General Manager John Chayka den Job hin.

Österreichs NHL-Legionäre sind in Villach groß geworden. In der Stadt, in der  Donnerstag die schwer imageschädlichen Streitereien an der  Spitze des Eishockeyverbands ihre Fortsetzung fanden. Das vom neuen Verbandspräsidenten Klaus Hartmann eingesetzte Schiedsgericht mit Hannes Arneitz Peter Klumpp und Alexander Tomanek stellt zunächst _ no na – seine Unbefangenheit fest und dass Hartmanns Wahl am 27. Juni  rechtens war, tagte sechs Stunden über die Wahlanfechtung des oberösterreichischen Verbands und einiger Klubs.  Das Urteil wird schriftlich an den Verband ergehen, kann einige Wochen dauern. Von den geladenen Partien erschien Oberösterreichs Verband nicht. Der gab beim Linzer Universitätsprofessor Reinhard Resch ein Rechtsgutachten in Auftrag, das Donnerstag fertig wurde, in dem es unter anderem heißt, es sei ausgeschlossen, dass die mit einem Vereinsbeschluss  gewählten Mitglieder  eines Schiedsgerichts über die Rechtmäßigkeit ihrer eigenen Wahl entscheiden. In eigener Sache ist eine Entscheidung des Schiedsgerichts glattwegs ausgeschlossen. Alle Beschüsse seien daher rechtswidrig und nichtig. Das Schiedsgericht, das zum Zeitpunkt der Wahlanfechtung am 27. Juni im Amt war, wird am 14. August tagen.

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