Fußball

Warum auch Stuttgart auf Tore von Kalajdzic hofft

Zum Pressetermin des Teams zwei Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen Nordmazedonien in Seefeld kam Marko Arnautovic. Und versicherte, bereit zu sein, 110 Prozent zu geben. Fragt sich nur, für wie lange das klappt. Richtig lag Arnautovic, als er sowohl sich als auch die anderen sieben Spieler, die 2016 in Frankreich bei den drei sieglosen Partien gegen  Ungarn, Europameister Portugal und Island dabei waren (Aleksandar Dragovic, Martin Hinteregger, David Alaba, Kapitän Julian Baumgartlinger, Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer und Alessandro Schöpf) in die Pflicht nahm, dass sich dies fünf Jahre später nicht wiederholt. Weil man damals die Gruppe unterschätzt habe. Die Gefahr dürfte nach drei sieglosen Spielen ohne erzieltes Tor und Nordmazedoniens Sensationssieg in Deutschland aber gering sein.

Viel wird auch darauf ankommen, wie gut die Nummer 25 performen wird, wie es so schön heißt. Ob EM-Debütant Sasa Kalajdzic mehr PS auf den Rasen bringen wird als damals Marc Janko. Seine zwei Tore beim 2:2 gegen Schottland im Hampden-Park, seine Leistungen für den VfB Stuttgart samt 17 Toren machen ebenso Hoffnung wie seien grundsolide Einstellung. Nicht nur Österreich hofft auf Kalajdzic-Tore, sondern auch der VfB Stuttgart. Weil der sein Corona-Finanzloch in Höhe von 45  Millionen Euro durch Transfers stopfen muss. 15 Millionen brachte der Wechsel des Schweizer Tormanns Gregor Kobel zu Borussia Dortmund, für den Rest ist Kalajdzic die heißeste Aktie. RB Leipzig zeigt an ihm Interesse, in Leverkusen könnte der Riese bei einem Abschied des Argentiniers Lucas Alario ein Thema werden, auch England lockt. Stuttgarts Sportchef Sven Mislintat glaubt, für Kalajdzic rund 30 Millionen Ablöse bekommen zu können. EM-Tore würden diese Hoffnung weiter nähren. Der Vertrag des 23 jährigen bei Stuttgart läuft bis 2023, Treuebekenntnis hat er keines abgegeben. Das war clever.

Schiedsrichter  am Sonntag in Bukarest ist der Schwede Andreas Ekberg. Er leitete noch kein Match von Österreichs Team, aber am 20. September 2018 das 3:2 von Meister Salzburg in der Europa League beim Red Bull-Duell in Leipzig sowie im August 2019 den 2:1-Auswärtssieg von LASK in der Qualifikation zur Champions League beim FC Basel. In Leipzig spielten von Österreichs EM-Hoffnungen bei den Siegern Stefan Lainer, Andreas Ulmer und Xaver Schlager, bei den Verlierern Sabitzer, Konrad Laimer (der Leipzigs erstes Tor erzielte) und Ilsanker.

Foto: FotobyHofer/Diener/Philipp Schalber.

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