Manche prophezeiten der Austria nach dem überraschenden k.o. m Cupsemifinale gegen Hartberg sogar einen schwarzen April, Sonntag kann es gegen Cupfinalist Wolfsberg, der im Moment als einzige Bundesligamannschaft eine theoretische Chance auf das Double hat, im letzten Spiel der zweiten Runde in der Meistergruppe die erste Antwort geben. Wenn es gelingt, mit einem Heimsieg die Tabellenführung zu verteidigen, obwohl Aleksandr Dragovic und Dominik Fitz gesperrt sind. Dann würd es auch beim Vierpunktevorsprung auf Red Bull Salzburg bleiben, mit einem Heimsieg der Salzburger gegen Blau Weiß Linz muss gerechnet werden.
Klar, dass Trainer Stephan Helm die Devise „schnell vergessen, den Bezug zur Realität herstellen“ ausgab, Freitag schon prophezeite: „Ich hab schon im Training gemerkt, es kann nicht schnell genug weiter gehen. Uns kann keiner so schnell aufhalten!“ Damit das gegen Wolfsberg gelingt, muss mehr Energie auf den Rasen kommen als Mittwoch, es zudem gelingen, öfters in den gegnerischen Strafraum zu kommen, statt nur um ihn herumzuspielen. Dann könnten auch die Stürmer Nik Prelec (Bild) und Maurice Malone besser zur Geltung kommen als bei der unliebsamen Überraschung im Cupsemifinale. Bei der mit Andreas Gruber, der wegen einer leichten Verletzung nicht einsatzfähig war, Marko Raguz und dem 17 jährigen Konstantin Aleksa drei Stürmer auf der Ersatzbank waren. Raguz kam in dieser Saison zwar 18 mal als Joker zum Einsatz, von Beginn an spielt er aber nur einmal, vor fünf Monaten beim Cup in Horn. In der Bundesliga noch in seiner LASK-Zeit vor der mehrjährigen Verletzungspause am 19. Februar 2022 beim 3:0-Auswärtssieg in der Südstadt gegen Admira.
Helm erwartet gegen Wolfsberg ein Duell auf Augenhöhe, sieht die Kärntner als eine gut organisierte Mannschaft, bei der durch den Aufstieg ins „Cupfinale daham“ eine gewisse Euphorie entstand. Um die Austria erst wieder kämpfen muss. Zum Burgenländer-Treffen zwischen Helm und Didi Kühbauer in der Coaching Zone wird es nicht kommen: Kühbauer, der am Tag nach dem Cupsieg gegen seinen Ex-Klub LASK seinen 54. Geburtstag feierte, ist zum zweiten Mal in dieser Saison gesperrt, wird auf der Tribüne sitzen.
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