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Was Rapids letzter Meistermacher Peter Pacult an Peter Stöger schätzt

RAPÜID-FANS BLOCK WEST (TEST: SK RAPID WIEN - 1. FC UNION BERLIN 1:1/ALLIANZ_STADION); © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER, 20.7.2025

Als Peter Stöger in der Saison 2012/13 die Wiener Austria zum bisher letzten Mal zum Meistertitel führte, verlor er keines der vier Derbys gegen Rapid. Es gab drei Siege (3:0, 2:0, 2:1) und ein Unentschieden (2:2). Zu seinen Spielern zählte Manuel Ortlechner im Abwehrzentrum, jetzt ist er Austrias Sportchef. In der Abwehr der Verlierer verteidigte links Markus Katzer, jetzt ist er „Kollege“ von Ortlechner. Sonntag geht Stöger im praktisch ausverkauften Allianz-Stadion in sein erstes Derby als Rapid-Trainer, das mit der Raiffeisen Stadtbank Wien einen neuen Match-Partner hat. Als erster grün-weißer Trainer, der aus seinen ersten sieben Runden 17 Punkte holte.

Das gefiel auch dem letzten Trainer, mit dem Rapid den Meistertitel gewann. Peter Pacult sah im Sky Sport Austria Podcast einen Unterschied und seinem Vorgänger Robert Klauß: Stöger ist weggegangen vom ständigen Pressen. Peter ist geschickt, hat das auch in Deutschland bei Köln und Dortmund so gemacht. Rapid geht auch im eigenen Stadion die paar Schritte zurück, macht es sehr geschickt, dass sie nicht immer jenen Ball und jeden Ausschuss vorne zustellen, sondern den Gegner auch einmal kommen lassen“

In dem Podcast zog auch Rapids Sportchef Markus Katzer über den Österreicher-Topf her, bezeichnet ihn als völlig sinnlos. Rapid wird das Derby mit höchstens drei Österreichern beginnen. Die Kritik Katzers richtete sich vor allem dagegen, dass er für einen 19 jährigen Spieler wie Nikolaus Wurmbrand genau dasselbe bekommt wie für einen über 30, wie es Guido Burgstaller in der letzten Saison seiner Karriere war. Katzer bezeichnete Rapids Verzicht auf den Österreicher-Topf als alternativlos: „Wir können gar nichts anderes machen. Wir kriegen unter einer Million aus dem Österreicher-Topf, haben eigentlich keine Chance, dass wir national oder international bestehen.“ Dem kann man entgegnen, dass sich Derbygegner Austria letzte Saison wegen der finanziellen Not an den Österreicher-Topf hielt und dennoch bis zur letzten Runde Chancen auf den Meistertitel hatte. Was nicht stimmt: Für Spieler unter 22 Jahren wird viermal so viel gezahlt wie für ältere. Also brachte eine Minute Wurmbrand viermal so viel Geld wie eine Minute Burgstaller.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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