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Wertkann Marcel Sabitzer ersetzen? Horvath drängt sich auf

Marcel Sabitzer war bei der Weltmeisterschaft gemeinsam mit Tormann Alexander Schlager der beste Österreicher. Wenn Montag Teamchef Ralf Rangnick im ÖFB-Campus Aspern seinen Kader für die ersten vier Spiele in der Nations League B  bekanntgibt, wird der Name Sabitzer fehlen. Der 32-jährige nimmt sich eine Auszeit vom Team, die nach 102 Länderspielen schon mehr nach dem Ende seiner Ära aussieht, die vor 14 Jahren, am 5. Juni 2012 unter Marcel Koller am Innsbrucker Tivoli beim 0:0 im Freundschaftsspiel gegen Rumänien begonnen hatte. Sabitzer war bei den Europameisterschaften 2016, 2021 und 2024 dabei, bei einer Weltmeisterschaft, konnte auf allen Positionen im Mittelfeld eingesetzt werden. Er hinterlässt eine große Lücke. Wer könnte sein Nachfolger sein? Am ehesten einer, der mit 30 noch kein Länderspiel bestritten hat: Sascha Horvath, der Kapitän von Doublesieger LASK  Sein Trainer Didi Kühbauer setzte ihn je nach Bedarf sowohl zentral als auch an den Seiten ein. Von seiner Form her hätte Horvath eigentlich schon bei der WM dabei sein müssen. Doch da stand er nur auf der Abrufliste.

Sabitzers Gründe für den Rückzug sind durchaus nachvollziehbar. Seit der Europameisterschaft vor zwei Jahren spielte er bedingt durch die Klub-WM mit Borussia Dortmund und der mit Österreich praktisch drei Saisons durch. Auch in der aktuellen tanzt er mit Bundesliga, Pokal und Champions League sozusagen auf drei Hochzeiten. Da er noch einige Jahre  auf höchstem Niveau aktiv bleiben will, möchte er mit den Kräften sparsam umgehen. Daher sprach er mit Rangnick schon vor dem Flug zur WM sehr offen über die Zukunft. Vereinbart wurde, dass rechtzeitig vor der Qualifikation für die EM 2028 entschieden wird, wie es weitergehen soll. Fakt ist, dass Sabitzer in seinem letzten Vertragsjahr bei Borussia Dortmund steht. Und derzeit die Tendenz eher dahin geht, dass es keine Verlängerung geben wird.

Dortmunds Trainer Niko Kovac  hat von Sabitzer eine hohe Meinung. Aber die Borussia engagierte in der Sommer-Transferzeit mit den Griechen Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantellias und dem Holländer Joey Veerman drei neue Mittelfeldspieler, die zusammen 78 Millionen Euro kosteten. Von den sieben Mittelfeldspielern im Kader ist Sabitzer der älteste. Beim 3:1 zum Start in die Ligaphase der Champions League gegen Villarreal stand Sabitzer in der Startelf. Kovac weiß, dass man sich auf ihn verlassen kann, wenn er gebraucht wird. Ansonsten hat Sabitzer in dieser Saison bisher die Rolle, dass ihn Kovac bringt, wenn neue Impulse nötig sind. Die lieferte Sabitzer auch.

Foto: APA/Georg Hochmuth.

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