Mit jeweils drei Siegen nach regulärer Spielzeit und einem nach Verlängerung liegen Olimpija Laibach und Meister Red Bull Salzburg nach vier Runden der ICE League auf Platz eins und zwei. Sonntag zeigten die „Bullen“ wie erwartet den Vienna Capitals von 3810 Zuschauern in der Steffl-Arena den Meister, gewannen eigentlich ungefährdet 3:1 (1:0, 1:0, 1:1). Einen schwarzen Sonntag erlebten die Kärntner Klubs mit Heimniederlagen: Der KAC mit 1:5 (0:1, 0:1, 1:3) gegen Bozen, Villach mit 0:3 (0:1, 0:1, 1:3). Die durchwachsene Bilanz der Vienna Capitals: Nach dem Debakel zum Start, dem 1:8 in Laibach, kamen zwei Heimsiege, das 3:2 gegen Neuling Ferencvaros nach Verlängerung und als bisheriges Highlight am letzten Freitag das 7:6 nach 1:4-Rückstand gegen die Linzer Black Wings, sowie die erste Heimniederlage gegen Salzburg. Das ergibt derzeit Platz sieben. In den nächsten zwei Runden stehen die Capitals unter Zugzwang: Freitag beim punktelosen Schlusslicht Pioneers Vorarlberg, Samstag bei den Innsbrucker Haien, die mit einem Sieg Vorletzter sind.
Capitals-Coach Gerry Fleming musste in allen vier Partien Legionär Jeremy Gregoire und Neuzugang Senna Peeters verletzt vorgeben, gegen Salzburg auch Kapitän Linden Vey, der gegen Linz nach zwei Dritteln wegen einer Oberkörperverletzung aufhören musste. Gegen die Black Wings gab es mit Leon Wallner, Benjamin Lanzinger, Marco Richter und Armin Preisser, dem Center der vierten Linie, vier österreichische Torschützen. Das einzige Tor gegen Salzburgs eingebürgerten finnischen Torhüter Arti Tolvanen erzielte mit Sam Antonitsch ebenfalls ein Österreicher. Das war der Anschlusstreffer zum 1:2 13 Minuten vor der Schlusssirene, aber in Bedrängnis kam Salzburg danach in Wahrheit nie. Fleming holte 93 Sekunden vor Schluss Torhüter Evan Cowley für einen sechsten Feldspieler vom Eis, 26 Sekunden später sorgte das erste Tor von Michael Raffl im Salzburg-Trikot für den Endstand. Mit Raffls Ex-Klub Villach hatte Salzburg Freitag auf eigenem Eis beim 2:1 nach Verlängerung mehr Probleme als mit den Capitals.
Um wie erhofft unter die ersten sechs und ins Play-off-Viertelfinale zu kommen, muss bei den Capitals die Defensive besser werden. 19 Verlusttore in vier Spielen unterstreichen das. Fleming sieht allerdings keinen Grund zur Besorgnis: „Wir haben einige gute Charaktere in der Mannschaft, die sich einfach nicht hängen lassen. Aus dem Spiel gegen Salurg nehmen wir einige wertvolle Lektionen mit!“
