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Wie Rapids letzter Meistertrainer Peter Pacult über die Krise denkt

WIEN, AUSTRIA, FEB. 15. 2026 - SOCCER - 2025-2026, ADMIRAL BUNDESLIGA, SK FK Austria Wien vs Rapid Wien. Photo: Yigit Oerme

Freitagabend war nach den ergiebigen Schneefällen trotz Rasenheizung kein Spiel in Hütteldorf möglich, deshalb fiel der Zweitligastart von Rapid II gegen Austria Salzburg auf März aus. Einen Tag später soll es in der Bundesliga gegen Wolfsberg kein Problem geben. Die Absage erfolgte sicher auch, um den Rasen zu schonen. Denn Rapid braucht nach sieben Runden ohne Sieg dringend drei Punkte, um in die Meisterrunde zu kommen. Das soll nicht durch ein möglicherweise ramponiertes Terrain noch schwerer werden, als es ohnehin schon ist. Acht sieglose Runden  passierten zuletzt zwischen Dezember 2016 und April 2017, als Damir Canadi Trainer war. Wolfsberg blieb in den letzten vier Auswärtsspielen bei Rapid ungeschlagen, gewann zuletzt erstmals zweimal hintereinander im Westen von Wien. Rapid gewann von den letzten sechs Heimspien nur das gegen Sturm Graz Anfang November , verlor vier. So viele wie in der kompletten Vorsaison.

Beim letzten sieglosen Heimspiel, dem 1:1 gegen Hartberg, saß auch Rapids letzter Meistertrainer, Peter Pacult, im Allianz-Stadion: „Ein neuer Trainer bringt andere Strukturen mit, kennt nicht dieses Ganze, was drumherum bei Rapid passiert. Es ist eine Situation, die man keinem Trainer wünscht“ meinte er im Sky-Podcast über Hoff Thorup, „man sieht die Verunsicherung,  die Abläufe stimmen nicht. Es sind fast immer mehr Spieler in der eigenen Hälfte!“ Zu Beginn der Saison, als Rapid nicht so verunsichert war wie derzeit, gelang auswärts durch zwei Tore von Nikolaus Wurmbrand mit 2:1 der erste Sieg gegen Wolfsberg seit Februar 2024. Samstag muss der zweite folgen. Das gelang Rapid gegen die Kärntner zuletzt in der Saison 2020/21, mit  Didi Kühbauer als Trainer. Auch die Kärntner stehen unter Zugzwang: Heuer noch kein Sieg, fünf Niederlagen in den letzten sieben Runden, acht Punkte weniger als nach 19 Runden der vergangenen Saison, – deshalb nahm Präsident Dietmar Riegler die Spieler in die Pflicht. Der dritte Trainerwechsel in dieser Saison ist für ihn kein Thema. Ismail Atalan muss mit Problemen im Angriff leben: Marku Pink fällt bis Saisonende aus, der als Ersatz von Eintracht Frankfurt auf Leihbasis geholte Jessic Ngankam verletzte sich beim ersten Kurzeinsatz, steht im Grunddurchgang mehr nicht zur Verfügung. Die letzte zwei Gegner nach Rapid sind Sturm Graz und der LASK, bei Rapid Altach und Red Bull Salzburg.

Foto: Yigit Oerme.

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