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Wie sehr kann sich Sabitzer über Bayerns Aufstieg freuen?

Eigentlich war der Aufstieg von Bayern München ins Achtelfinale der Champions League nach drei Siegen in den ersten drei Spielen nur noch Formsache. Aber das 5:2 (2:1) gegen Benfica Lissabon war dann doch bemerkenswert. Nicht so sehr, weil Julian Nagelsmann erstmals nach der Corona-Erkrankung wieder auf der Bank war. Sondern einmal mehr wegen Robert Lewandowski (Bild oben): Seinen 100. Einsatz in der Königsklasse feierte der Pole mit einem Triplepack, obwohl er auch einen Elfmeter vergab. Es waren die Tore 79, 80 und 81 von Lewandowski in der Champions League, dazu kommen noch 23 Assists. Eine Wahnsinnsbilanz, die für den Ausnahme-Goalgetter spricht.

Ob sich Marcel Sabitzer auch richtig über den Aufstieg freuen kann? Nagelsmann gab zwar dem 19 jährigen französischen Innenverteidiger Tanguy Nianzou von Beginn an eine Chance, aber nicht Österreichs Teamspieler. Der kam erst nach 72 Minuten für Joshua Kimmich, als es 4:1 stand. Thomas Müller konnte sicher als unumstrittener Stammspieler entscheidend leichter damit leben, dass er auch erst nach 72 Minuten auf den Rasen kam. Sabitzer unterlief zu allem Unglück  der Fehlpass, der zu Benficas zweitem Tor führte. Keine leichten Zeiten für ihn, ein „Sky“-Interview wollte der für seinen großen Ehrgeiz bekannte Sabitzer nicht geben, weil er nur kurz spielte und zudem mit sich unzufrieden war. „Sabi muss dran bleiben, das weiß er auch“, meinte Nagelsmann. Erstmals in der Corona-Zeit hätten 75.000 Zuschauer in die Allianz-Arena dürfen. Aber statt voller Hütte gab es einen leeren Oberrang und nur 50.000 Besucher. Das Samstag-Spiel in der Bundesliga gegen Freiburg ist bereits ausverkauft. In der Bayern-Gruppe erkämpfte der FC Barcelona mit einem 1:0 (0:0) bei Dynamo Kiew. Für das Goldtor sorgte Ansu Fati,  Yusuf Demir kam nicht zum Einsatz.

Die zweite Mannschaft, die fix im Achtelfinale steht, ist Juventus Turin. Mitten in der schweren Krise in der Serie A (mit 16 Punkten Rückstand auf Rang neun) gelang der vierte Sieg im vierten Spiel, ein 4:2 (1:1) gegen Zenit St. Petersburg mit zwei Toren von Paolo Dybala, je einem von Federico Chiesa und Alvaro Morata.  In der Gruppe ist auch Titelverteidiger Chelsea nach dem 1:0 in Malmö so gut wie durch. Weiters alles offen ist zwischen Manchester United, Villarreal und Atalanta Bergamo: Atalanta und Manchester United trennten sich 2:2, bei dem Cristiano Ronaldo in der letzten Minute der ersten und zweiten Hälfte das 1:1 und 2:2 erzielte. Daher holte Villarreal mit einem 2:0 gegen Young Boys Bern Manchester United ein. Beide haben je zwei Punkte mehr als Atalanta.  Villarreal droht aber der Verlust des Trainers: Unai Emery soll mit Newcastle, dem Vorletzten von Englands Premier League, einig sein. Dort gibt es dank neuer Geldgeber aus Saudiarabien hochfliegende Pläne.

Foto: FIFA.

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