Fußball

Wieder geführt, aber verloren: Es wird nichts besser bei der Austria

Dritte Niederlage hintereinander für die Wiener Austria zum Start der zehnten Runde, insgesamt die sechste: Mit dem 1:2 (1:0) in Altach fiel die Austria auf den vorletzten Platz zurück. Wenn Wolfsberg Samstag beim Comeback von Ex-Austria-Trainer Manfred Schmid in Hartberg gewinnt, hätte Austria sogar die rote Laterne des Letzten. Wie eine Runde zuvor beim 2:3 in Ried gelang zwar der Führungstreffer, der Vorsprung konnte nicht gehalten werden: „Wir kriegen zu einfach Gegentore“, musste Trainer Stephan Helm wieder einmal feststellen. Die violetten Fans, die trotz der enttäuschenden Saison die weite Reise nach Vorarlberg auf sich nahmen, drehten sich um, als die Mannschaft sich nach Schlusspfiff für die Unterstützung bedanken wollte. „Die Kritik ist berechtigt“, gab Helm zu.

Mit dem ersten Schuss auf das Altach-Tor ging die Austria in der 40. Minute in Führung. Nach einem Pass von Daniel Nnodim in Altachs Strafraum traf Kapitän Manfred Fischer Altachs Innenverteidiger Filip Milojevic, der Ball fiel Joachim Eggestein vor die Beine, der den Abpraller verwertete, damit die letzten drei Austria-Tore erzielte. Die Führung hielt bis zur 70. Minute, dann fiel praktisch aus dem Nichts der Ausgleich. Durch einen Freistoß von der Strafraumgrenze, den Ex-Rapidler Patrick Greil (Bild) gekonnt von links mit rechts über die Mauer drehte. Man hörte via Sky die Rufe von Austrias Tormann Samuel Sahin-Radlinger  an die Spieler in der Mauer: „Springen, springen“. Ibrahim Buhari sprang nicht. Über seinen Kopf flog der Ball ins Netz.

Bedenklich, wie die Austria auf den Rückschlag reagierte. Von Aufbäumen, keine Spur, sondern das Gegenteil. Schlimm, wie sich Innenverteidiger Joe Handl im Strafraum von Altachs Lukas Jäger ausspielen ließ. Jäger Pass kam zu Yann Massombo, dessen Schuss fälschte Reinhold Ranftl noch ab. Das war das k.o. in der 81. Minute, Ausgleichschance gab es keine. Die Situation vor dem Cup-Achtelfinale gegen Hartberg am Dienstag und dem Derby gegen Tabellenführer Rapid ist explosiv. Obwohl Sportchef Tomas Zorn Helm Freitag wieder den Rücken stärkte. Fischer war deprimiert, aber ehrlich: „Es liegt an uns Spielern!“

 

Foto: Gepa/Admiral.

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