Fußball

Wolfsberg musste beim Rekordtransfer Nwaiwu Abstriche machen

Der Rekordtransfer der Vereinsgeschichte schwächte Cupsieger Wolfsberg zweifelsohne für die Frühjahrssaison. Der 24 jährige, 1,93 Meter große Innenverteidiger Chibuike Nwaiwu fehlt, wenn es vorerst im Viertelfinale gegen Red Bull Salzburg um die Titelverteidigung im Uniqa-Cup geht und danach in den letzten fünf Runden des Grunddurchgangs um den Sprung unter die ersten sechs, für den zwei Punkte Rückstand auf Ried aufgeholt werden müssen. Den Nigerianer hatte Austrias Kapitän Manfred Fischer einmal als „Menschenfresser“ bezeichnet, was den Respekt vor der Kampfkraft Nwaiwus ausdrücken sollte, die er in 45 Partien für die Kärntner bewies.

Bereits im Sommer war von einem Wechsel des Abwehrriesen die Rede, von einem Interessenten aus der Premier League Klub. Von möglich zehn Millionen Euro Ablöse wurde damals geredet, aber der Traum erfüllte sich nicht. Beim Wechsel zum Dritten der türkischen SüperLig, Trabzonspor, musste Wolfsberg am Mittwoch Abstriche machen. War zunächst von einer Summe zwischen sechs und acht Millionen die Rede, so wurden in der Türkei niedrigere Summen genannt. Und zwar offiziell, da Trabzonspor ein an der Börse notiertes Unternehmen ist. Demnach zahlt Trabzonspor an Wolfsberg 5,5 Millionen Euro – in sieben Raten. Nwaiwu kassiert pro Saison 700.000 Euro, das bedeutete einen gewaltigen Gehaltssprung. Kann durchaus möglich sein, dass die Ablöse mit Bonizahlungen noch etwas steigt. Aber Titel wird Trabzonspor in dieser Saison keinen gewinnen: In der SüperLig ist das Team aus der Küstenstadt Trabzon mit sieben Punkten Rückstand auf Meister Galatasaray und vier auf Fenerbahce  zur Halbzeit der Saison Dritter. Der Kader hat einen Marktwert von 111,20 Millionen Euro, die bekanntesten Spieler sind Kameruns Ex-Teamtorhürer Andrei Onana als Leihgabe von Manchester United und Montenegrs Teamverteidiger Stefan Savic, der im Sommer von Atletico Madrid in die Türkei kam. Auch die 5,5 Millionen sind ein Rekordverkauf für Wolfsberg. Bisher brachte der Abgang von Elfenbeinküste-Stürmer Mo Bamba nach Frankreich zu Lorient vor zwei Jahren am meisten – genau fünf Millionen.  Nwaiwu war ein sehr, sehr gutes Geschäft, da er im September 2024 keine Ablöse kostete, als er aus Nigeria kam.

Mehr kassieren als Wolfsberg wird Winterkönig Salzburg für Stürmer Petar Ratkov. Der 22 jährige Serbe fliegt Donnerstag nicht mit ins Trainingslager nach Belek, weil er zu Vertragsverhandlungen mit Lazio in Rom ist. Ebenfalls nicht unter den 28 Spielern in Belek sind Stefan Lainer, der gegen Bayern einen Mittelhandknochenbruch erlitt und operiert werden muss, der erkrankte Aleksa Terzic und der rekonvaleszente Japaner Takumu Kawamura.

 

 

Foto: APA/Wolfgang Jannach.

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