Fußball

Wolfsrudel nimmt im teuersten Stadion Europas Abschied – Ivanschitz kommentiert Salzburg

„Wolfsrudel“ on Tour steht am Mannschaftsbus von Wolfsberg. Mit dem die Kärntner aber nicht zum Abschied aus  Europa League nach London unterwegs waren. Der schon Mittwoch an einem Champions League-Tag stattfindet, um dem zweiten Match der Europa-League, das Donnerstag in London stattfinden sollte (Arsenal – Benfica Lissabon musste wegen der Pandemie nach Athen verlegt werden) auszuweichen. Irgendwie ist es für Wolfsbergs Abenteuer in der Europa League bezeichnend, dass die Abschiedsvorstellung gegen Tottenham im teuerste Stadion Europas (Bild oben) stattfindet.  Das neue Tottenham-Stadium im Nordosten der englischen Hauptstadt zum Teil am Gelände des alten an der White Hart Lane zwischen 2015 und 2019, kostete eine Milliarde Pfund Sterling, umgerechnet 1 159 468 420 Euro.  Fasst 62 000 Zuschauer, alleine der South Stand, die größte Tribüne in England, 17 500. Zum Stadion gehören ein Hotel mit 180 Betten, eine eigene Brauerei und der Sky-Walk am Dach.

Wolfsberg und die Europa League – das sind Erinnerungen an das überragende 4:0 bei Borussia Mönchengladbach in der letzten Saison, das in ganz Europa Schlagzeilen lieferte. Und an die Siege gegen ZSKA Moskau und Feyenoord Rotterdam, im Herbst, die in der Gruppe den Aufstieg in die k.o.-Phase bedeuteten, mit dem ohne Heimvorteil keiner rechnen konnte. Letzte Saison wurden in Klagenfurt am Spielfeld des Wörthersee-Stadions Bäume gepflanzt. Daher musste Wolfsberg mit den drei Heimspielen nach Graz ausweichen. Diese Saison durften wegen Corona keine Fans ins Wörthersee-Stadion. Ein riesiger finanzieller Verlust, noch vergrößert, weil Wolfsberg mit dem Heimspiel gegen Tottenham auf Befehl des Gesundheitsministeriums, das Tottenham keine Landeerlaubnis in Klagenfurt erteilte, letzte Woche nach Budapest ausweichen musste. An ein  Riesen-Wunder in London glaubt nach dem 1:4 keiner im Wolfsrudel. Am Hybridrassen, auf dem der  LASK im Herbst das erste Gruppenspiel klar 0:3 verlor, geht es nur darum, sich passabel zu präsentieren.

Der Rückflug am Donnerstag geht von London nach Laibach. Auch der Wolfsberg-Charter bekam keine Landeerlaubnis wie alle Maschinen, die aus England nach Österreich kommen. Der Umweg über Slowenin und die Busfahrt zurück ins 130 Kilometer entfernte Wolfsberg erspart dem „Wolfsrudel“ die Quarantäne. Denn die nächste große Herausforderung heißt, sich zum dritten Mal hintereinander  für die Europa League zu qualifizieren. Ein schweres Unterfangen. Obwohl in der Liga es Wolfsberg mit Rang fünf  eigentlich besser macht als das Starensemble von Tottenham mit dem in die Kritik gekommenen Trainerguru Jose Mourinho. Nach dem 1:2 im Londoner Derby gegen West Ham blieben die „Spurs“ auf Platz neun, liegen neun Punkte hinter dem Vierten Westham und einem Champions League-Platz, 23 Punkte hinter Tabellenführer Manchester City und je 13 hinter Manchester United und Leicester. Für Tottenham-Ansprüche geradezu blamabel. Wolfsberg fehlen auf Red Bull Salzburg nur 16 Punkte.

Salzburgs Aufgabe, bei Villarreal im Süden Spaniens Donnerstag ein 0:2 in den Aufstieg zu verwandeln, scheint auch fast eine „mission impossible“ zu sein. Auf Puls 4 feiert bei der Live-Übertragung ein Spanien-Experte sein Debüt als Co-Kommentator: Ex-Teamkapitän Andreas Ivanschitz, jahrelang Legionär in der La Liga bei Levante.

 

Foto: Tottenham Hotspurs.

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