Zweimal Graz gegen Linz: Samstag im direkten Duell zwischen Blau Weiß Linz und dem GAK gegen den Abstieg, einen Tag später im Fernduell um die Krönung, sprich den Meistertitel.Für LASK wäre es der erste seit 61 Jahren, zu dem ein Unentscieden bei der Wiener Austria reicht, für Sturm der dritte hintereinander, der nur bei einer LASK-Niederlage und einem Heimsieg gegen Rapid machbar ist. Zugleich könnte Didi Kühbauer mit dem Double seine zweite Ära in Linz beenden: Die Anzeichen, dass er sozusagen am Höhepunkt abtreten wird, was durchaus verständlich wäre, verdichten sich. Einerseits, weil er über einen Freund Johnny Ertl Kontakte nach England knüpfte, andererseits, weil es Meldungen aus Deutschland gibt, wonach er beim FC Augsburg als auch Borussia Mönchengladbach heiß gehandelt wird. Bei Augsburg möchte der durchaus erfolgreiche Manuel Baum, der im Herbst nach einem Fehlstart Sandro Wagner ersetzte, nicht mehr an vorderster Front sein. In Mönchengladbach ist Eugen Polanski trotz Klassenerhalt nicht unumstritten. Einer der besten Freunde von Kühbauer, Martin Stranzl, hat noch immer gute Kontakte zu seinem Ex-Klub, bei dem er ein hohes Ansehen genießt.
Zurück in die Qualifikationsgruppe: Blau Weiß braucht zur Rettung einen Sieg, dem GAK reicht ein Unentschieden Blau Weiß war daheim zuletzt durchaus eine „Macht“, bezwang Ried 3:2, WSG Tirol 5:0, Wolfsberg und Altach jeweils 3:0. Die Unterstützung der Fans ist groß, das Stadion ist ausverkauft. Die Hoffnungen tragen die Torjäger Ronivaldo und Shon Weisman. Auch der beste Spieler des GAK ist ein Angreifer: der Franzose Ramiz Harakate (Bild). „Die Spieler sind sehr fokussiert und konzentriert. Wir wissen, dass wir auch in Linz gewinnen können, wenn wir unsere Leistung abrufen können“, gab sich Trainer Ferdinand Fedhofer zuversichtlich. Zuletzt gewann der GAK gegen Bau Weiß zweimal daheim (2:1, 3:1), verlor das erste Duell dieser Saison in Linz 0:3. Danach trat Sportchef Doeter Elsneg zurück. Nachfolger Tino Wawra hatte diesen Job zuvor vier Jahre bei Gegner Blau-Weiß, brachte die Linzer gemeinsam mit Trainer Gerald Scheiblehner in die Bundesliga. Für Wawra wird es ein schwerer Tag. Bei Wolfsberg-WSG Tirol und Altach – Ried geht es darum, wer hinter Ried Zweiter wird und Dienstag im Innviertel das erste Play-off-Spiel um den Einzug ins Finale gegen den Fünften der Bundesliga bestreitet. Ob Wolfsberg nach der dreitägigen Mallorca-Sause zur Feier des Klassenerhalts dazu noch genug Kraft haben wird?
In der zweiten Liga gab es einen Tag nach der letzten Runde zwei Trainerwechsel. Die Vienna beendete wie erwartet die Zusammenarbeit mit Hans Kleer, der sich nach dem 2:0 gegen Bregenz von der Mannschaft mit den Worten „Amstetten kommt“ verabschiedete. Damit meinte er, dass der bisherige Amstetten-Trainer Patrick Enigl sein Nachfolger wird. Sportchef Dieter Elsneg installierte inzwischen nur einen neuen Chefscout: Das ist ein guter Bekannter aus seiner GAK-Zeit, der ehemalige Kapitän Marco Perchtold, der vor einem Jahr mit 37 seine aktive Karriere beendete. Der Floridsdorfer AC trennte sich von Sinan Bytici. Als neuer Trainer ist sowohl im 21. Wiener Bezirk als auch in Amstetten ein Ex-Rapidler im Gespräch: Mario Sonnleitner, bisher Assistent beim FAC.
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