Fußball

Zum ersten Sieg braucht Austria eine Steigerung um 200 Prozent

Jürgen Werner saß drei Tage nach einem Rücktritt als Sportvorstand deer Austria in Wels beim 1:0 der Young Violets in der zweiten Liga im Aufsteigerduell gegen Hertha Wels auf der Tribüne. Tut er sich Sonntag auch den Besuch des erstens Spiels nach seiner Ära gegen Altach, der Partie zwischen dem Vorletzten und dem Überrschugsdritten in der Generali-Arena an? Die Austria braucht dringendst den ersten Saisonsieg. Aber die Vorarlberger haben in der Bundesliga gegen keine andere Mannschaft so viele Siege gefeiert wie gegen die Austria, nämlich 16 und so viele Tore erzielt (57),  sind erstmal seit neun Jahren nach vier Runden ungeschlagen. Dejan Stojanovic, der Kapitän im Tor, wurde in dieser Saison erst einmal bezwungen, letzte Runde durch GAK-Kapitän Daniel Maderner. Gelingt das Sonntag auch Maurice Malone, Johannes Eggestein oder einem anderen Austrianer?

Viel prophezeiten nach Werners Rückzug einen Kurswechsel, das Forcieren von Eigengewächsen aus der eigenen Akademie. Ähnliches war ja auch unter Werner geplant. Aber er konnte wirklich nichts dafür, dass mit Florian Wustinger und Ziad el Sheiwi die größten Hoffnungen durch eine unheimliche Verletzungsserie ausfielen. Die Talente, die aktuell zum Kader gehören und eine Überlegung wert sind, gehören in Wahrheit schon zur nächsten Generation. Beim 1:3 gegen Hartberg waren mit Dejan Radonjic und Sanel Saljic zwei 19 jährige im Einsatz, kam der 20 jährige Luca Pazourek im Finish als Joker aufs Feld. Auf der Ersatzbank saß der 17 jährige Mittelfeldspieler Philipp Maybach, zum Kader gehören der 18 jährige Stürmer Konstantin Aleksa und der 17 jährige Innenverteidiger Ifeany Ndukwe, den viele als größte violette Hoffnung sehen. Alle sechs gemeinsam spielen zu lassen, wäre nur Aktionismus, sonst nichts, keinesfalls seriös.

Trainer Stephan Helm ist von vielen bereits „abgeschrieben“, in einer schwierigen Lage. Er traut seiner Mannschaft die Wende zu – dazu müssten sich aber die Spieler um einiges steigern. Auch Kapitän Manfred Fischer, für den es in erster Linie eine Steigerung der Zweikampfführung um 200 Prozent brauchen wird. Sein Sky-Interview über elf Einzelkämpfer brachte ihm auch Kritik ein: „Es kann nicht sein, dass vor drei Monaten alles super war. Damals präsentierte sich eine Mannschaft. Es sind genau dieselben Leute wieder da und jetzt soll auf einmal alles auseinander sein. Das ist mir zu einfach“. Das sagte der erfahrene Peter Pacult bei seinem ersten Einsatz als Sky-Experte.

Foto: Gepa Admiral.

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