Eishockey

Zum Letzten nach Vancouver: Das war nicht Rossis Plan!

Paukenschlag um Österreichs NHL-Legionär Marco Rossi: Seit 11. November ist der 24 jährige Vorarlberger Center mit einer schweren Fußverletzung außer Gefecht, jetzt muss er Minnesota Wild in seiner fünften Saison verlassen. Er ist Teil eines großen Tauschgeschäfts zwischen den Vancouver Canucks und Minnesota: Um Quinn Hughes, der letzte Saison zum besten Verteidiger der Liga gewählt wurde, zu bekommen, überließ Minnesota Vancouver drei Spieler. Ausser Rossi den 20 jährigen amerikanischen Verteidiger Zeev Buium und den ein Jahr älteren schwedischen Stürmer Liam Öhström. Minnesota, derzeit Dritter der Central Division in der Western Conference, rechnet sich mit Hughes Chancen auf den Gewinn des Stanley-Cups aus. Für Rossi, der 202 Spiele in Grunddurchgang für Minnesota absolvierte, dabei 49 Tore erzielte und 65 Assists hatte, ist es ein schlechter Deal, den ihm Minnesotas General Manager Bill Guerin Freitagabend mitteilte: Vancouver übernimmt zwar seinen Minnesota-Vertrag, der ihm bis 2028 15 Millionen US-Dollar oder 12,77 Millionen Euro bringt, bedeutet aber einen sportlichen Rückschritt. Rossi kommt zum derzeit schwächsten Team der NHL, das von 31 Spielen nur elf gewann, lediglich 25 Punkte hat.

Letzte Saison war die bisher beste von Rossi:  24 Tore und 36 Assists in 82 Spielen. Auch diese lief bis zu seiner Verletzung nicht schlecht: Er kam meist in der Toplinie zum Einsatz, auf vier Tore und neun Assists. Einen Treffer erzielte er beim 5:2-Heimsieg gegen Vancouver am 2. November. Wie schwer Rossi verletzt war, erkannte Minnesotas medizinische Abteilung nicht bei der ersten Untersuchung, erst bei der zweiten. Das erstaunte ihn. In den Spielen ohne Rossi gewann Minnesota zehnmal, verlor viermal, zuletzt am vergangenen Sonntag in Vancouver 2:4. Freitag war Rossi einigermaßen schockiert über Guerins Mitteilung: „So ist eben das Geschäft!“ Nicht gerade fair. Ihm blieb nichts andere übrig, als es zu akzeptieren. Jetzt muss er an der Westküste Kanadas einen neuen Anlauf nehmen, wenn er wieder fit ist. Eine schwierige Phase seiner Karriere. Sein neuer Trainer ist der 54 jährige Kanadier Adam Foote, der zuvor drei Saisonen Assistent des im April zurückgetretenen Rick Tocchet war. Rossi ist der dritte Österreicher, der für die Canucks spielt: Bei ihnen begann vor 16 Jahren die NHL-Karriere des Villachers Michael Grabner, 2017/18 spielte Thomas Vanek für Vancouver.

Besser geht es zum anderen Österreicher in der NHL: Marco Kasper ist mit den Detroit Red Wings gut unterwegs, derzeit Dritter in der Atlantic Division der Eastern Conference.

Foto: NHL.

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