Schon am zweiten Tag des Trainingslagers in Marbella gab es den ersten Test von Meister Sturm raz mit dem neuen Trainer Fabio Ingolitsch: Beim 2:2 (2:2) gegen Belgiens Cupsieger Club Brügge, derzeit 30. in der Ligaphase der Champions League, zeigte vor allem U 21-Teamstürmer Belmin Beganovic, der Sturm zweimal in Führung schoss, auf. Ingolitsch setzte 23 Spieler ein, der russische Tormann Danili Khudyakov feierte nach Ellbogenverletzung ein Comeback, von den Neuerwerbugnen begann Jusuf Gazibegovic, ersetzte der Geogier Gizo Mamageishvili in der zweiten Häfte Landmann Otar Kiteishvili. Auch der lange verletzt gewesene Innenverteidiger Alexandar Borkovic kam zum Einsatz, aus der zweiten Mannschaft U 17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl, Smail Bakhty, Kristjan Bendra und Paul Sumbu: „Daraus können wir richtig viel herausziehen“, behauptete Ingolitsch.
Nur 17 Minuten spielte der Franzose Axel Kayombo, gar nicht der 20fache dänische U 21-Teamspieler Tochi Chukwuani (Bild) Das hat einen guten Grund: Es gibt ein Angebot des schottischen Spitzenklubs Glasgow Rangers für Chukwuani, der im linken Mittelfeld im Herbst 26 Spiele absolvierte. Chukwuani soll den Rangers 4,5 Millionen Euro wert sein, für Sturm wäre das ein gutes Geschäft. Weil ihn Ex-Sportchef Andreas Schicker im Sommer 2024 um nur 200.000 Euro von Lyngby Kopenhagen holte. Die Rangers sind nach schwachem Start mit nur einem Sieg in acht Runden derzeit mit drei Punkte in Rückstand auf Sensationstabellenführer Hearts Zweiter, gewannen zuletzt das Derby gegen Celtic 3:1. Trainer ist seit Oktober der Deutsche Dany Röhl, früher Assistent von Hansi Flick bei Bayern und der deutschen Nationalmannschaft.
Der zweite Grazer Bundesligaklub, der GAK, engagierte, wie von Sportchef Tino Wawra angekündigt, einen neuen Tormann, da Jakob Maierhofer in der Herbstsaison mitunter patzte. Die Wahl fiel auf einen Steirer: Der 24 jährige Franz Stolz ist mit 1,93 Metern zwar sechs Zentimeter größer als Maierhofer, muss aber erst beweisen, ob er gut genug für die Bundesliga ist. Von 2021 bis 2024 war er die Nummer eins bei Zweitligist St. Pölten, ehe er in Italiens Serie A zum FC Genua wechselte. Für den er kein Spiel bestritt. Im Jänner 2025 verlieh ihn Genua an Rapid Bukarest. In dieser Saison kam Stolz nur in den ersten sieben Runden, in denen Rapid Bukarest kein Spiel verlor, zum Einsatz, seit September nur mehr in einem Cupspiel. Wawra einigte sich mit Genua auf einen Leihvertrag bis Sommer.
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