Fußball

Zweimal in acht Tagen gegen Klagenfurt: Rapid wartet wieder auf Tore von Zimmermann

Die Meisterrunde beginnt nächsten Sonntag für Rapid und Austria Klagenfurrt fast so wie der Grunddurchgang eyndete. Mit dem direkten Duell, allerdings nicht wieder in Hütteldorf sondern im Klagenfurter Wörthersee Stadion. Ob es dort auch so ein Erlebnis wird? Im Allianz-Stadion war manches beeindruckend: Die Kulisse von 20.400 Zuschauern, die Stimmung, die Kundgebungen für die Ukraine mit „Stop War“ auf Videowall und der Bande vor dem Fansektor, auf den T-Shirts der Rapid-Spieler, mit denen sie aufwärmten, die sie vor Anpfiff am Rasen in den Händen hielten. Und auf einem Transparent, mit dem aus der Ukraine geflüchtete Jugendliche, die bei zwei Rapid-Fans Aufnahme fanden, auf das Feld liefen.

Auch sportliche gab es Ausrufezeichen. Die 100 Ballaktionen des herausragenden Robert Ljubicic, die zu 100 Prozent gewonnenen Zweikämpfe von Kevin Wimmer und die ersten zwei Schüsse von Bernhard Zimmermann in der Bundesliga. Weil sie zwei Tore bedeuteten. Kommt selten vor. Klar, dass Rapid auf eine Fortsetzung der Zimmermann-Tore am kommenden Sonntag hofft. Von Taxiarchis Fountas, der Sonntag auf der Ersatzbank saß, redete nach dem Match keiner. Das Hin und Her um den Abschied das Griechen in Richtung DC United, ob schon jetzt oder erst nach Ende des Vertrages, war und ist  ohnehin alles andere als gut. Für alle Beteiligten. Man sollte den  Poker, wie viel die Amerikaner für die vorzeitige Fountas-Freigabe bezahlen, beenden. Zumal sich zeigte: Rapid kann auch ohne Fountas gewinnen, hat eine neue Hoffnung, die für Tore gut ist. Aus den eigenen Reihen mit Zimmermann, der aus Korneuburg kommt. Die gleichen italienischen Berater hat wie Ex-Sturm-Legionär Kelvin Yeboah, der im Jänner zu FC Genoa wechselte, dort noch ohne Erfolgserlebnis blieb. Einen Brasilianer, einen Italiener und den Deutschen Christian Schulte, der für Österreich zuständig ist.

Zimmermann lebt derzeit seinen Traum, Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic ist überzeugt, dass dies keine Eintagsfliege bleiben,  sondern noch einiges folgen wird. Weil den Youngster auch eine sehr professionelle Einstellung und ein gesundes Maß an Ehrgeiz auszeichnen. Der „Zimmermann der Austria“ in etwas anderer Form hieß am Sonntag Romeo Vucic. Mit dem ersten Schuss nach der Einwechslung erzielte er den Siegestreffer zum 2:1 gegen Admira. Es war sein vierter Bundesliga-Einsatz, bei Zimmermann erst der zweite. Allerdings beide von Beginn, Vucic kam immer als Joker, bisher nur auf 31 Minuten in der Bundesliga. Nach 23 gelang ihm sein erstes Tor. So gesehen war er schneller als Zimmermann, der nach insgesamt90 Minuten traf. Beim 2:0 in Innsbruck war er in 73 Minute leer ausgegangen, Sonntag traf er nach 17.

Für die Austria beginnt die Meistergruppe am Sonntag in der Generali-Arena gegen Wolfsberg. Ob ein Heimsieg wie in der vorletzten Runde des Grunddurchgangs gelingen wird, den das erste Saisontor von Alexander Grünwald möglich machte? Vor dem Teampause in der letzten Märzwoche wartet auf Austria und Rapid noch das erste Wiener Derby in der Meistergruppe. Am 20. März im Hütteldorfer Allianz-Stadion. Der  Knaller am kommenden Sonntag: Tabellenführer Red Bull Salzburg empfängt den Zweiten Sturm Graz. Wie zum Auftakt der Meistergruppe 2021. Damals siegte Salzburg 3:1. Das würde auch Sonntag der Papierform entsprechen.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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