Fußball

Zweimal Spätzünder: Salzburg und Bayern mussten sich für Sieg quälen

Das intensive Duell in der Champions League zeigte vier Tage später seine Spuren. Sowohl bei Red Bull Salzburg als auch bei Bayern München. Beide waren Spätzünder, mussten sich für Heimsiege in der Bundesliga quälen. Salzburg für das 2:0 (0:0) im Spitzenspiel gegen Wolfsberg bis in die Nachspielzeit, Bayern für das 4:1 (0:1)  gegen Fürth nur etwas kürzer. In Rückstand geriet Salzburg freilich nie. Auch deshalb war Trainer Matthias Jaissle mit der Leistung sehr zufrieden, Julian Nagelsmann hingegen nicht so sehr: „Ein verdienter und auch tabellarisch wichtiger Sieg!“

Große Umstellungen gab es nicht. Bei Salzburg musste der gesperrte Max Wöber draußen bleiben, ersetzte Antoine Bernede Nicolas Seiwald. Wolfsberg verteidigte ohne den an Corona erkrankten Kapitän Michael Liendl sowie dem am Rücken verletzten Mario Leitgeb sehr konsequent, lebte aber auch davon, dass Salzburg seine Chance nicht nützte. Egal ob Karim Adeyemi oder Junior Adamu. Nach einer Stunde begann Jaissle seine starke Bank zu nützen. Zuerst ersetzte Seiwald Nicolas Capaldo, 15 Minuten später kamen der Kroate Luka Sucic und der erst 18 jährige Däne Maurits Kjaergaard für Bernede und Adamu. Damit  holte Jaissle den Sieg von der Bank: Den Assist von Kjaergaard nützte Sucic mit links in der 91. Minute (Bild oben) zum erlösenden 1:0, seinem erst zweiten Tor in der Bundesliga. Vier Minuten später ließ Sucic einen Pass  von Kjaergaard zwischen den Beinen durch, Brendon Aaronson vollendete. Damit hat Salzburg 17 Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Bleiben auch nach der Punkteteilung noch genug übrig.

Bei Bayern stellte Nagelsmann auf Viererabwehr um. Mit dem Ex-Salzburger Dayot Upamecano im Zentrum und dem Briten Omar Richards als Linksverteidiger. Marcel Sabitzer ersetzte den verletzten Kingsley Coman auf der rechten Außenbahn, Serge Gnabry blieb auf der Bank. Aber nur 25 Minuten. Dann ersetzte er Correntin Tolisso, der einen Muskelfaserriss erlitt, auch im März gegen Salzburg ausfallen wird.  Sabitzer übersiedelte ins zentrale Mittelfeld. Nach 42 Minuten ging Fürth in Führung, weil Sabitzer einen Freistoß der Kroaten Branimir Hrgota abfälschte. Daher reagierte Nagelsmann zur Pause. Rückkehr zur Dreierkette, Richards raus, Eric Choupo Moting kam als zweite Spitze. Mit der ersten Aktion der zweiten Hälfte glich Robert Lewandowski aus, ein Eigentor der Fürther bedeutete die Führung. Das erlösende 3:1 durch das 28. Saisontor von Lewandowski fiel erst nach 82 Minuten, zuvor traf Fürth zweimal Aluminium. Wie Salzburg schlug auch Bayern in der Nachspielzeit zu. Nur einmal durch Choupo Moting. Daher je ein Jokertor für Bayern und Salzburg.

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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