Fußball

Zweiter Dreierpack von Tabakovic: Salzburg bleibt an Rapid dran

Nach zehn Runden mag es nur eine Momentaufnahme sein, aber im Moment sieht es nach einem Duell an der Spitze aus. Zwischen Tabellenführer Rapid und FC Salzburg. Denn Meister LASK hat nach zwei Heimniederlagen in den Spitzenspielen gegen Rapid und Salzburg acht Punkte weniger als Rapid und fünf als Salzburg. Nach dem 0:2 gegen Rapid vor zwei Runden unterlagen die Linzer Sonntag auf der Gugl Salzburg nach 1:0-Führung noch 1:3 (1:1). Weil Salzburg mit dem Dreifachtorschützen Haris Tabakovic den besten Stürmer am Platz hatte und auch die stabilere Defensivabteilung. Die LASK-Innenverteidiger Xavier Mbuyamba, Alemao Tornich und Andres Andrarde agierten lange nicht so konsequent wie vier Tage zuvor beim historischen ersten Champions League-Sieg in Lissabon: „Salzburg war einen Tick besser als wir“ gab Verlierer Dietmar Kühbauer zu. Salzburg bleibt unter Trainer Danny Röhl in der Bundesliga ungeschlagen: „Wir haben mit Rapid, dem LASK und Sturm alle Topteams geschlagen. Das spricht für uns. Ich glaube, auch der LASK war schon ein bisschen beeindruckt von unserer Darbietung“, lobte Röhl im Sky-Interview.

Der LASK ging aus einem starken Konter über Kapitän Sascha Horvath durch Samuel Adeniran in Führung, die nur zwölf Minuten hielt. Lief dann in einen Konter, bei dem Jesper Lindström Tabakovic den Ball servierte, der mit links unter Tormann Lukas Jungwirth zum Ausgleich traf. Vier Minuten nach der Pause übernahm der Bosnier einen Pass von Sota Kitano mit rechts direkt, der Ball flog unhaltbar unter die Latte. Bei 1:2 brachte Kühbauer die Torschützen von Lissabon, Krystzof Danek und Sasa Kalajdzic, als Joker. Sie bewirkten nichts, neun Minuten später brachte Tabakovic den Ball an den LASK-Verteidigern, die zuvor Kitano nicht stoppen konnten, über die Linie (Bild oben). Danach kam noch Christoph Lang beim LASK – aber Salzburg ließ nichts mehr zu. Es war bereits der zweite Dreierpack von Tabakovic für Salzburg. Der erste gelang ihm vor zwei Monaten im August auf Zypern beim 3:3 gegen Pafos in der Qualifikation zur Europa League. Damit sicherte er Salzburg den Aufstieg. Insgesamt erzielte er bisher bei 17 Einsätzen 14 Tore. Das nennt man einen gelungenen Stürmerkauf.

Mehr Hektik gab es in Linz beim 2:2 (1:1) zwischen Sturm und Ried in Graz. Es stand durch ein Tor von Simon Seidl 1:0 für Sturm, als Sturms Verteidiger Arjen Malic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für einen Ellbogencheck gegen Jeadin Rhodes, den VAR Alan Kijas sah, die rote Karte bekam. Dezimiert bekam Sturm noch vor dem Pausenpfiff aus einem von Philipp Pomer verwandelten Handselfmeter den Ausgleich,  geriet durch ein Kopftor des Schweden Isaac Thelin in Rückstand. In der  92. Minute rettete Belmin Beganovic einen Punkt. Nach Schlusspfiff sah Trainer Fabio Ingolitsch die rote Karte, weil er zu Schiedsrichter Safak Barmakisz lief und dem praktischen Arzt sagte, dass seine Leistung ein Skandal war. Eine halbe Stunde später ging er mit Sportchef Michael Parensen in die Schiedsrichterkabine und entschuldigte sich. Dennoch wird er gesperrt werden. Ried ist seit fünf Runden ungeschlagen.

Foto: RB Salzbuzrg/Schaad.

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