Fußball

200 Millionen Corona-Kredit für Schweizer Liga! Aber kein Klub greift zu

200 Millionen Schweizer Franken, das sind 190 197 300,00 Millionen Euro, stehen den 20 Klubs der Swiss Football League als Corona-Kredit zur Verfügung. Die erste Hälfte gibt es heuer, die zweite im nächsten Jahr. Das hat die Schweizer Politik festgelegt. Aber Bedingungen daran geknüpft, aus denen die für den Sport zuständige Bundesrätin Viola Amherd letzte Woche kein Geheimnis machte. 30 Prozent der Einnahmen durch TV- und Marketing-Gelder müssen zur Rückzahlung verwendet werden, ebenso 25 Prozent der Transfererlöse. Zudem müssen die Gehälter der Spieler und Trainer aktuell eingefroren und in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent gesenkt werden. Dazu sind die Vereine verpflichtet, einen Sicherheitsfonds anzulegen, Rücklagen zu bilden. Das hat hat die Liga um Geschäftsführer Claudius Schäfer akzeptiert. Auch die Rückzahlung der Kredite ist großzügig geregelt: Die erste Tranche in fünf Jahren, die zweite in zehn Jahren. Und trotzdem wird nach derzeitigem Stand keiner der Schweizer Klubs zugreifen. Ob das auch in Österreich passieren würde?

„Wir wollen Abhängigkeiten vermeiden“, legte der ehemalige TV.Kommentator Matthias Hüppi, der  Präsident beim Sensations-Tabellenführer FC St.Gallen, die Marschroute  fest. Meister Young Boys Bern erklärte dezidiert, man sei durch die Gewinne der letzten Jahre derzeit auf keine Überbrückungskredite angewiesen. Andere Vereine fürchten, mit einer Reduzierung des Budgets um 20 Prozent, nicht mehr konkurrenzfähig zu sein. Ohne auszuschließen, vielleicht doch noch die bereit stehenden Kredite in Anspruch zu nehmen. Die Klubs entscheiden erst am 29.Mai, ob sie  im Juni die Saison mit Geisterspielen fortsetzen werden.

Auch Grasshoppers Zürich will eine Finanzhilfe. Die neuen chinesischen Besitzer machen es möglich. Das Aus für Ex-Rapid-Trainer Goran Djuricin bedeutet keine großen Ausgaben, weil der Vertrag nur bis Ende Mai läuft. Ohne Corona wäre die Saison zu diesem Zeitpunkt schon beendet gewesen, da wäre scho festgestanden, ob Djuricin noch den Aufstieg geschafft hätte. Die Chance wurde ihm nunmehr genommen. Sein Ende nach 95 Tagen kam via Telefon aus Wien, wo der  holländische Sportchef Bernard Schuitemann bei seiner österreichischen Frau lebt. Wegen Corona konnte der Ex-Rapid-Scout seinen neuen Job noch nicht vor Ort antreten. All seine wenig feinen Kommentare zur Trennung lassen darauf schließen, dass Djuricin seine Nähe zu seinem Förderer, dem schon vor ihm entlassenen Manager Fredy Bickel, zum Verhängnis wurde. Damit hat Grasshoppers nunmehr den fünften neuen Trainer in nur 14 Monaten.

Foto: SFL.

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