Fußball

4:0 gegen England! So muss Österreichs U 17 keinen fürchten

Österreichs U 17-Team wird bei der Weltmeisterschaft in Katars Doha mit jedem Spiel beeindruckender und besser. Nach dem unerwartet klaren 4:0 (0:0) gegen England auf Platz neun der Aspire-Academy steht das Team von Hermann Stadler schon im Viertelfinale, unter den besten acht der  Welt. Das schafften aus Europa noch Italien, Portugal und die Schweiz, ansonst Brasilien (Sieg gegen Frankreich im Elfmeterschießen), Burkina  Faso (und Japan, Freitag der nächste Gegner für Österreichs große Hoffnungen. Japan gewann nach einem 1:1  gegen Nordkorea das Elfmeterschießen 5:4. Für Rot-Weiß-Rot gibt es mit solchen Leistungen keine Grenzen gibt. „Sie müssen sich vor keiner Mannschaft verstecken, so fit sind sie“, lobte Sky-Experte Marc Janko.  Die österreichischen Fans konnten wieder ihre Jubelgesänge „oh, wie ist das schön“ anstimmen, auch Sebastian Prödl, der Chef der Nachwuchsteams strahlte, Zurecht. Nur Italien und Österreich haben bei der WM bisher alle fünf Spiele gewonnen. Österreich mit 14:1-Toren. Torhüter Daniel Posch blieb auch bei seinem vierten Einsatz unbezwungen.

Es war schon beeindruckend, wie Österreich das Match begann. Der erste Angriff endete mit einem Stangenschuss von Johannes Moser. Erst mit der Verletzung von Dominik Dobis, der in der 22. Minute ausscheiden musste, änderte sich etwas an Österreichs Überlegenheit. Dann sorgte der Sohn des ehemaligen Liverpool-Stars Emile Heskey, Reigan Heskey, der bei Manchester City mit seinem älteren Bruder schon einmal bei den Profis eingesetzt wurde, für gefährliche Momente. Die Vorentscheidung für Österreichs Aufstieg fiel in den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte: Zunächst die Führung durch Austrias Hasan Deshisku, den Stadler als einen der letzten „Käfigfußballer“ bezeichnet, weil in den eins gegen eins-Duellen seine größte Stärke liegt, er unberechenbar ist. Deshisku dribbelte sich gekonnt durch, zirkelte dann den Ball zwischen den Beinen von Englands Tormann Jack Porter ins kurze Eck. Drei Minuten später spielte England nur noch zu zehnt. Der saudiarabische Schiedsrichter Faisal Albalawi zeigte Mittelstürmer Alejandro Rodriguez, der in der zweiten Mannschaft von Olympique Lyon spielt, für einen rücksichtslosen Einsatz mit offener Sohle gegen Posch die rote Karte, blieb auch nach der Challenge von Englands Teamchef Neil Ryan bei seiner Entscheidung. Ebenso, als er nach einem Foul an Dobis-Ersatz Nikolas Jozepovic nach 70 Minuten auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Moser verwandelte auch seinen vierten Elfmeter bei der WM, neun Minuten später traf er nochmals. Damit erziele der gebürtige Klagenfurter bisher sechs Tore. Für den Schlusspunkt sorgte wieder ein Austrianer, Innenverteidiger Ifeany Ndukwe, aus kurzer Distanz. Stadler kann immer stolzer auf seine seit mehr als einem Jahr ungeschlagene Mannschaft sein. Sie hat sich in den Blickpunkt gespielt, auf sich auch interntional aufmerksam gemacht.

Foto: ÖFB/A.Pichler.

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