Fußball

Sechster Anlauf zum Sieg gegen Salzburg, der erste mit Rapid: Sangare

Die Wut über das Scheitern an Sporting Braga am Donnerstag in positive Energie für den Schlager gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg am Sonntag verwandeln: Diese Devise gab Rapid-Trainer Robert Klauß für das Duell gegen den nicht nur seiner Ansicht nach derzeit schwerst möglichen Gegner aus. Die gilt speziell für einen: Für Mamadou Sangare (Bild), Rapids neuen Mittelfeldmotor mit Salzburg-Vergangenheit. 2020 kam er als 18 jähriger aus Mali nach Salzburg, spielte nur bei der Filiale Liefering. Wurde danach an Zweitligst GAK, nach Belgien (Waregem) und zuletzt an Hartberg (verliehen). Alle fünf Versuche von Sangare, mit den Steirern Salzburg zu besiegen, quasi als Revanche dafür, keine Chance bekommen zu haben, scheiterten. Dreimal gab es ein 1:5-Debakel, einmal verlor Hartberg nur 2:3, im Cupchtefinale erst im Elfmeterschießen nach einem 1:1. Damals spiele Sangare nur 65 Minuten. Jetzt probiert er es erstmals mit Rapid, Salzburg zu besiegen. Rapid zahlte für ihn 700.000 Euro an die Salzburger.

Für Grün-Weiß steht außer Prestige einiges auf dem Spiel: Denn eine Niederlage würde fünf Punkte Rückstand auf Salzburg mit einem Spiel mehr bedeuten.  Dann wären nach dem zwölften Pflichtspiel seit 25. Juli die sieben Siege in den ersten acht eher vergessen, 19.000 Karten waren Freitag verkauft, Salzburgs Trainer Pep Lijnders wird erstmals die heiße Atmosphäre in Hütteldorf kennenlernen, sieht dem gelassen entgegen: „Die gab es ja auch in Enschede und in Linz gegen den LASK!“

Rapid konnte im bisher letzten Heimspiel am 5. Mai Salzburgs erstmals seit 22 Partien besiegen. Die Tore zum 2:0 erzielten Marco Grüll aus einem Elfmeter und Guido Burgstaller. Ausser Grüll sind von der damaligen Startelf auch Leopold Querfeld, Nikolas Sattlberger, Thorsten Schick und Fally Mayulu nicht mehr bei Rapid. Zweimal hintereinander hat Salzburg seit zwölf Jahren  gegen Rapid nicht verloren. Zu einer Umstellung im Vergleich zum 1:1 gegen Dynamo Kiew ist Lijnders gezwungen: Der belgische Verteidiger Ignace van der Brmpt wurde Freitagabend an Italiens Aufsteiger Como, den Klub des Ex-Austrianer Matthias Braunöder, verliehen.

Die Wiener Austria kämpft in Altach darum, oben dranzubleiben, erstmals seit 2015 nach fünf Runden zehn Punkte am Konto zu haben. Damals schaffte es der deutsche Trainer Thorsten Fink, diesmal hofft Stephan Helm darauf. Dazu muss ein Sieg her, der letzte Saison dort nicht gelang (1:2, 1:1). Der beim erzitterten Cupaufstieg gegen Oedt geschonte Abwehrchef Aleksandar Dragovic ist wieder gesetzt. Nur vier Tore in den ersten vier Spielen kassierte Violett übrigens zuletzt in der Meistersaison 2012/13 unter Peter Stöger.  Bei Altach könnt der zu Saisonbeginn angezählte Joachim Standfest etwas schaffen, das seit der Ligareform keinem Trainer der Vorarlberger gelang: Zwei Siege in den ersten drei Heimspielen.

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