Fußball

Bei Laimer sieht es nicht gut aus, für Alaba noch viel schlechter

Das „Finale dahoam“ am 31. Mai in München wird für Konrad Laimer und Bayern München nur noch mit einem Kraftakt zu erreichen sein, um in einer Woche das 1:2 (0:0) gegen Inter in Mailand noch in den Aufstieg zu verwanden. Noch schwerer wird es für David Alaba und Real Madrid, das 0:3 (0:0) gegen Arsenal aufzuholen. Aber solche „Wunder“ hat es im Bernabeu-Stadion schon gegeben. Freuen kann sich nur Marko Arnautovic. Aber er spielte in München keine Minute.

Alaba begann im Emirates-Stadium als linker Verteidiger, spielte bis zur  79. Minute. Da stand es bereit 3:0 für Arsenal. Das erste Tor fiel aus einem von Alaba durch ein Foul an Bukayo Saka verschuldeten Freistoß, den er nicht verstand. Declan Rice verwertete aus 19 Metern (Bild). Sensationell, wie er den Ball außen um dieMauer herum ins Netz zirkelte. Das gelang dem englischen Teamspieler zwölf Minuten später nochmals. Nichts zu halten für Thibaut Courtois. Rice ist der erste Spieler, der in einem k.o.-Spiel der Champions League zwei Freistöße verwandelte. Eine Sternstunde für einen, der zuvor in 338 Spielen kein Freistoßtor erzielte.  Dass danach auch der Spanier Mikel Merino traf, machte es für Real ganz bitter. So wie sich Real präsentierte, etwa Kylian Mbappe, der vor der Pause die Führungschance vergab, wird nichts zu retten sein. Da muss eine kolossale Steigerung her.

In München hätte es durchaus ein Müller-Märchen geben können. Bayern-Trainer Vincent Kompany setzte auf der Offensivposition des verletzten Jamal Musiala nicht Thomas Müller, sondern Raphael Guerrero ein. Dennoch hätte Bayern in Führung gehen müssen, doch Harry Kane traf freistehend  vor Tormann Yann Sommer nur die Stange. Lautaro Martinez machte es später besser, traf perfekt. Damit Pausenführung für Inter. Müller kam nach 74 Minuten, es gab Standing Ovations. De 35 jährige brauchte elf Minuten später, die Vorlage kam von Laimer, der nach dem Dreiertausch aus der Abwehr ins Mittelfeld vorrückte. Doch drei Minuten später lief Bayern in einen Konter, den der ebenfalls nach 74 Minuteen eingewechselte Davide Frattesi erfolgreich abschloss. Die erste Heimpleite Bayerns in der Königsklasse seit April 2021, nach 22 ungeschlagenen Spielen, könnte bedeuten, dass es für Müller sein letztes Champions League-Heimspiel im Dress von Bayern war. Damit beschäftigte er sich nachher nicht: „Es ist noch nichts verloren“, behauptete er. Ähnlich sprach Laimer. Aber dazwischen kommt Samstag in der Bundesliga das Duell der Champions League-Viertelfinalisten gegen Borussia Dortmund. Bayern lief 123 Kilometer und verlor, Real Madrid nur 101.

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