Fußball

Hasenhüttl und Struber weg! Bayern feierte den 34.Titel beim „Käfer“

Seit Sonntag ist Christian Ilzer bei Hoffenheim der einzige österreichische Trainer in der Bundesliga und der zweiten deutschen Liga. Als Bayern München gerade im Münchner Gourmetrestaurant „Käfer“ den 34. Meistertitel feierte, gab Wolfsburg die sofortige Trennung von Ralph Hasenhüttl bekannt. Mit ihm mussten auch seine Assistenten gehen, darunter sein Sohn Patrick. Wolfsburg steht nach acht sieglosen Runden mit sechs Niederlagen nur auf Rang zwölf. Hasenhüttl hatte letztes Frühjahr den VW-Werksklub in Abstiegsgefahr übernommen, stabilisiert, ihn diese Saison auf Kurs Richtung Europacupplatz gebracht, ehe der Einbruch kam. Da half ihm auch der bis 2026 laufenden Vertrag nicht mehr. Wenig später gab er 1. FC Köln das Ende für Ex-Salzburg-Trainer Gerhard Struber bekannt. Samstag schafften die Kölner als Tabellenführer daheim gegen den Letzten Jahn Regensburg nur ein 1:1, verloren dadurch die Tabellenführung an den Hamburger SV. Wodurch vor den letzten zwei Runden beim 1. FC Nürnberg und gegen Kaiserslautern das große Zittern bei nur noch drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, auf dem das Sensationsteam Elversberg mit Ex-Austria-Legionär Fisnik Asllani liegt, das große Zittern um den Aufstieg ausbrach. Sportchef Christian Keller, der Struber verteidigte und halten wollte, musste mit dem von ihm engagierten Trainer gehen. Struber und Keller waren bei der brisanten Krisensitzung des Vorstands anwesend, der Boss von Kölns Sponsor Rewe soll die treibende Kraft für das Stuber-Aus gewesen sein.

Bayern wurde Sonntag fix Meister, weil Leverkusen in Freiburg nicht gewinnen konnte, bis zur 82. Minute 0:2 zurücklag, dann noch ein 2:2  rettete. Zu wenig. Bayerns Trainer Vincent Kompany sah mit Torjäger Harry Kane, Eric Dier, Joshua Kimmich und Serge Gnabry das Spiel in Freiburg beim „Käfer“ vor dem TV-Schirm. Nach Freiburgs Führungstor hörte man, wie einer „Scheiße“ rief. Weil Bayern lieber kommenden Samstag daheim gegen Borussia Mönchengladbach das Meisterstück liefern wollte. Als in Freiburg Schluss war, begann die große Party (Bild), zu der einige Spieler, auch der Salzburger Konrad Laimer, dazustießen. Da erklang dann der Queen-Hit „We are the champions“ und zu Ehren von Kanes erstem Titel in seiner Karriere auch „Sweet Caroline“. Das ist die „Hymne“ der englischen Nationalmannschaft. Nach einem Jahr Pause das gewohnte Bild in der Bundesliga: Bayern Meister!

Freiburg eroberte mit Philipp Lienhart und Junior Adamu durch das Unentschieden vorerst wieder einen Champions League-Platz, hat als Vierter einen Punkt mehr als Borussia Dortmund, zwei mehr als RB Leipzig. Mainz liegt nach dem 1:1 gegen den Dritten Eintracht Frankfurt, bei dem Österreichs Teamverteidiger Philipp Mwene bis zur 81. Minute spielte, zwei Punkte hinter Platz sechs, mit dem man in die Conference Lague kommt. Auch im Keller tat sich etwas: Holstein Kiel holte durch ein überraschendes 3:1 in Augsburg Heidenheim auf dem Relegationsplatz ein.

Viel besser als für die österreichischen Trainer in Deutschland verlief das Wochenende für den in Frankreichs Ligue 1: Adi Hütter gewann mit AS Monaco auswärts gegen St. Etienne 3:1, obwohl Ex-Sturm-Torjäger Mika Biereth nach 15 Minuten verletzt ausschied, blieb im Rennen um Platz zwei, hat als Dritter nur einen Punkt Rückstand auf Olympique Marseille, aber anderseits nur einen Punkt mehr als Nizza, Lille und Strasbourg auf den Plätzen vier bis sechs. „Im Endspurt braucht man Klasse und Nerven“ meinte Hütter. Wenn wieder die Qualifikation zur Champions League geschafft wird, woran er glaubt, wäre das für ihn eine Supersaison gewesen.

Foto: Instagram Kane.

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