Fußball

Ehfurcht vor England? Der Kapitän spricht schon vom Finale

Fünfte Hürde für Österreichs erfolgreiches U 17-Team bei der Weltmeisterschaft in Qatar. England wird Dienstagnachmittag auf Platz fünf der Aspire Academy der vermutlich bisher schwerste Gegner sein. Ohne dass irgendeiner der rot-weiß-roten Hoffnungen in Ehrfurcht erstarrt oder keine Chancen sieht auf den fünften Sieg hintereinander sieht. Innenverteidiger Jakob Pokorny  (Bild) ist auch in dieser Hinsicht ein vorbildlicher Kapitän: „England ist zwar sicher ein Top-Gegner, aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben unsere Qualitöten, die werden wir wieder zeigen!“  Und das ist noch nicht alles: „Jeder hat richtig Bock auf die kommenden K.o.-Spiele und will so weit wie möglich kommen. Die Euphorie ist groß, alle sind heiß. Hoffentlich geht es bis in das Finale!“

Seit Ende Oktober ist die Truppe von Teamchef Hermann Stadler bereits in Katar. Von Lagerkoller ist keine Spur. Sie wollen noch gerne zwei Wochen länger im Land der WM 2022 verbringen. England verlor das Startspiel gegen Venezuela 0:3, schlug dann aber Haiti 8:1 und Ägypten 3:0, kam als Gruppenzweiter in die Runde der letzten 32, bezwang dort Südkorea 2:0. Die Engländer erzielten bisher zwar drei Tore mehr als die Österreicher, kassierten aber auch drei mehr. Von den Mittelstürmern spiet einer (Chizaram Ezemunda) bei Chelsea bereits in der U 21.  Der zweite, der in Caracas geborene Alejandro Rodriguez, in der zweiten Mannschaft von Frankreichs Spitzenklub Olympique Lyon. Tormann Jack Porter kommt aus dem Arsenal-Nachwuchs.

Drei der zehn österreichischen WM-Tore erzielte der Kärntner Johannes Moser aus Elfmetern. Gegen Saudiarabien, Mali und Tunesien. Drei der vier herausgeholten Elfmeter entstanden nach Standards. Zwei Treffer gelangen direkt nach gegnerischem Anstoß, einer nach einem Einwurf des Gegners samt Ballgewinn. Details sind wichtig. Dafür hat  Stadler mit Michael Walker einen Standardtrainer, der auch für die Torhüter zuständig ist. Standards können auch gegen England eine entscheidende Rolle spielen, Da es nach 90 Minuten keine Verlängerung gibt, wurden beim Elfmeterschießen-Traning Drucksituationen, so gut es geht, simuliert. Seit Montag ist auch Sebastian Prödl, der Chef der Nachwuchsteams, wieder in Katar. Er hofft auf die Fortsetzung der Erfolgstage. Freitag konnte er sich über das 1:0 der U 21 und die Tabellenführung in der EM-Qualifikation freuen. Sky Austria überträgt das Achtelfinalduell ab 16.45 Uhr direkt. Steigt Österreich auf, wäre Freitag im Viertelfinale der Sieger aus Nordkorea – Japan der Gegner.

Foto: ÖFB/Andreas Pichler.

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