Eishockey

Wraneschitz verletzt _ daher schwedischer Tormann bei Vienna Capitals

Eigentlich wollten die Vienna Capitals mit zwei österreichischen Torhütern, mit Sebastian Wraneschitz und Rückkehrer Max Zimmermann in die neue Eishockeysaison gehen. Ein durchaus löblicher Plan, der aber nicht in die Tat umgesetzt werden kann. Nicht, weil, wie einige prophezeiten, der neue Trainer Mike Stewart nach einigen Niederlagen einen ausländischen Keeper forderte. Sondern, weil sich leider die Verletzungsanfälligkeit von Wraneschitz seit der zweiten Trainingswoche bestätigte. Wann die Verletzung der Patellasehne, die mit einer speziellen Therapie behandelt wird, seinen Einsatz wieder zulässt, ist offen. Da sich auch Zimmermann verletzte, musste reagiert werden. Daher holte Sportchef Christian Dolezal einen ausländischen Keeper:  Der 34jährige Schwede Adam Reideborn, kam Freitag nach Wien, soll Samstag im einzigen Heimspiel der Saisonvorbereitung gegen Dukla Trencin aus der Slowakei in der Steffl-Arena debütieren. In den letzten drei Saisons spielte Reideborn für den Schweizer Spitzenklub SC Bern (Bild). Vorerst unterschrieb er bis Mitte Oktober. Es wäre aber keine Überraschung, wenn sein Engagement länger dauern sollte.

Die bisherige Karriere des neuen Capital-Goalies: Zwischen 2012 und 2014 in Stockholm bei Zweitligist Djurgardens IF. Danach Wechsel in die höchste Liga zu MODO, 2016 ging es zurück zum aufgestiegenen Ex-Klub, bei dem sich Reideborn als Topgoalie mit einer Fangquote von 93,7 Prozent etablierte. 2017 wurde der Linksfänger Torhüter des Jahres in der Swedish Hockey League, 2018 war er mit Djurgardens im Play-off-Finale. 2019 wechselte er in die russische KHL-Liga zu AK Bars Kazan, 2021 holte ihn das Topteam ZSKA Moskau, mit dem er zweimal Meister wurde. 2022/23 hatte er in 25 Play-off-Partien fünf Shutouts. Seit 2023 stand er beim SC Bern unter Vertrag. Reideborn bestritt 16 Länderspiele für Schweden, gehörte 2021 zum schwedischen WM-Team. Reideborn spielte im Laufe seiner langen Karriere unter anderem auch gegen den Bernhard Starkbaum, jetzt Tormanntrainer der Capitals.

Bisher gewannen die Capitals noch kein Vorbereitungsspiel, verloren gegen Slovan Bratislava 5:6 nach Verlängerung, gegen Motor Ceske Budjevice 2:6, in Klagenfurt gegen die University of Saskatchewan 1:4, gegen den KAC 2:5 und gegen Liganeuling Milan 4:5. Nach dem Heimspiel gegen Trencin gibt es vor dem Meisterschaftsstart am 18. September in Villach noch einen Test in Ungarn gegen Fehervrar.

Foto: SC Bern.

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