Fußball

Rapid souverän an die Spitze: Auf 3:0 folgen Venedig und sechs Tage Urlaub!

Solid und souverän: Das war Rapids Leistung beim sechsten Sieg in sieben Runden, dem 3:0 (1:0) gegen WSG Tirol vor knapp 19.000 Zuschauern in Hütteldorf. Nach dem grün-weißen Duell übernahm Rapid die Tabellenführung, der LASK müsste Sonntag in Hartberg ebenfalls mit drei Toren Unterschied gewinnen, um dank  der besseren Tordifferenz Platz eins zurückzuholen. Nach der Länderspielpause folgt der Paukenschlag mit dem Duell zwischen LASK und Rapid in Linz. Das Programm von Rapid in den drei Wochen: Freitag zu einem Kurztrainingslager nach Venedig inklusive Trainingsspiel gegen Venezia, den Letzten der Serie A, danach sechs Tage Urlaub. Danach beginnt die Vorbereitung auf den Schlager gegen den Meister.

WSG Tirol kam zwar zur ersten Chance im Spiel, die der Ex-Austrianer Moritz Wels nicht nutzte, aber danach war Rapid Herr im eigenen Haus. Als Ercan Kara nach 33 Minuten über sein Tor per Flugkopfball nach Flanke von Jannes Horn jubelte, gab es  keinen Zweifel mehr, wer das Spiel gewinnt. Tirol, vor zwei Runden in Wien Sieger über die Austria, kam zu keiner Ausgleichschance. Der große Aufreger vor dem 2:0 durch Bendegüz Bolla nach 67 Minuten war die Schiedsrichteransage von Harald Lechner, als Nosa Dahls Schuss Tirols Innenverteidiger David Gugganig an der Hand traf. Obwohl die VAR-Bilder auf den Vidiwalls zu sehen waren , sagte Lechner nach dem On Field-Review und längeren Gesprächen mit VAR Sebastian Gishamer durch: „Nach Ansicht der vorliegenden Bilder kein strafbares Handspiel!“ Ein gellendes Pfeifkonzert der Rapid-Fans war die Folge. Der Gästesektor blieb übrigens geschlossen: Kein Tiroler Fan begleitete die Mannschaft nach Hütteldorf.

Der Ärger über den nicht gegebenen Elfmeter war spätestens dann vergessen, als Joker Niki Wurmbrand mit seinem ersten Tor in dieser Bundesligasaison sozusagen ein Plädoyer in eigener Sache hielt. In der 73. Minute für Dahl eingewechselt, nach 14 Minuten getroffen. Nach Pass von Nicolas Bajlicz lief er dem sehr aktiven Ex-Rapidler Moritzt Oswald davon. Ein Spieler mit dem Talent von Wurmbrand gehört ganz einfach in die Startelf, darüber kann es keine Diskussion geben. Dass Trainer Hoff Thorup ihn nachher quasi als Aushängeschild des vorbildlichen Teamworks lobte, war zwar nett und gut gemeint, klang aber dennoch irgendwie nach Hohn. Die 18 Punkte nach sieben Runden sind übrigens doch kein Rapid-Rekord. 1998 waren es unter Heribert Weber sogar 19, 1988 gelangen unter Otto Baric sogar sieben Siege. Aber damals gab es noch nur zwei Punkte für den Sieg.

Foto: Yigit Oerme.

5

Meist gelesen

Nach oben