Fußball

Für diese Austria-Blamage gibt es keine Entschuldigung!

Die Austria wird auch 2022 nicht erstmals seit 2009 österreichischer Cupsieger. Denn Violett scheiterte schon in der zweiten Runde beim Zweitligisten Kapfenberg. 0:0 nach 90 Minuten, 1:1 nach 120 Minuten, dann das Elferschießen nach 12 Penaltys 4:5 verloren. Auch peinlich, wenn man bedenkt, dass die Sensationssieger in der zweien Liga einen Platz hinter der Austria-Filiale, den Young Violets liegen, Trainer Abdulah Ibrakovic eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von nur 21,7 Jahren aufbot, im Nachspiel sogar einen 17 jährigen (Luca Hassler) einwechselte. Für diese Blamage kann es keine Entschuldigung geben.

Die Austria, erstmals mit dem 18 jährigen Muharem Huskovic und dem 20 jährigen Dan Celes in der Startelf, hatte bis zur Pause mehr Ballbesitz und die besseren Chancen, machte aber nichts draus. Je länger das  Spiel dauerte, desto besser hielt der Kooperationsklub von Sturm Graz mit, kam auch zu guten Chancen. Im Nachspiel sah es doch nach einem Happy End für die  Austria aus, da der in der 63. Minute mit Marco Djuricin eingewechselte Noah Ohio nach einem Pass des zur zweiten Hälfte gekommenen Dominik Fitz unter Kapfenberger Mithilfe für die Führung sorgte. Die reichte nicht zum Aufstieg, weil zehn Minuten später Kapfenberg durch Innenverteidiger Christoph Pichorner nach einem Eckball per Kopf der Ausgleich gelang. Den machte ein Missverständnis zwischen Tormann Patrick Pentz und Innenverteidiger Johannes Handl möglich. Daher ging es ins Elfmeterschießen.

Dort trafen für die Austria zunächst Fitz, dann Lukas Mühl und Manfred Fischer. Bei 3:3 schoss mit Kapitän Markus Suttner ausgerechnet der routinierteste Violette über die Latte. Zu seinem Entsetzen (Bild oben). Sturm-Leihgabe Dardan Shabanhaxhaj brachte Kapfenberg 4:3 in Führung, Djuricin glich aus. Mit Mario Grgic traf der älteste Spieler der Steirer nur die Latte. Also ging es weiter. Mit dem zweiten vergebenen Elfer der Austria. Kapfenbergs Tormann Christopher Giuliani, ebenfalls eine Sturm-Leihgabe, lenkte den Schuss von Ohio an die Stange. Dann sorgte Yao Olivier Juslin N´Zi, 20 jähriger Innenverteidiger von der Elfenbeinküste, beim zwölften Elfmeter für das 5:4 und die große Cup-Überraschung. Die Austrias Trainer Manfred Schmid als „Riesenentttäuschung“ bezeichnete. Nur in der ersten Hälfte sei seine Mannschaft besser gewesen, nach der Pause hingegen fahrig und hektisch.

Die Austria scheiterte als einziger Bundesligaklub. Sicher setzte sich Wolfsberg im Burgenland gegen Siegendorf mit 6:1 durch, führte nach 28 Minuten bereits 4:0. Auch Ried wirkte beim 3:1 über den Zweitligisten Vorwärts Steyr im Oberösterreich-Derby ungefährdet. Nur knapp setzte sich Hartberg bei Union Gurten mit 1:0 durch ein Tor des Deutschen Noel Niemann durch. Ein verpatzter Abend war es für die Spitzenteams der zweiten Liga: Tabellenführer Austria Lustenau verlor in Weiz gegen den Elften der Regionalliga Mitte 0:1, Wacker Innsbruck verlor das Zweitligistenduell in Amstetten 0:1.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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