Zwei Saisonen mit Adi Hütter und seinen steirischen Assistenten Christian Peintinger und Klaus Schmidt, zweimal in der Champions League: Die Bilanz von AS Monaco mit seinem österreichischen Trainer kann sich sehen lassen. Mit dem 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen Olympique Lyon machte Monaco Samstagabend alles klar: Monaco ist in der letzten Runde nicht mehr vom begehrten dritten Platz zu verdrängen, der das begehrte Ticket für die Königsklasse bedeutet. Die Verfolger Lille und Nizza verloren am Samstag, daher war der Jubel im Fürstentum groß. Auf der Tribüne des Stade Luis II lagen sich Prinz Albert II und Präsident Dmitry Rybolovlev in den Armen, auch in der Kabine gab es die Jubelparty. Letzte Saison schaffte es Monaco als Vizemeister hinter Paris St. Germain, das kann wieder passieren. Denn Monaco liegt nur einen Punkt hinter dem Zweiten, Olympique Marseille. Aber schließlich wird es egal sein, ob Monaco als Zweiteer oder Dritter sein Saisonziel erreicht hat.
Für den 55 jährigen Hütter war es sein 83. Spiel als Monaco-Trainer. Sein Punktschnitt liegt bei 1,82. Einen besseren hatte er in seiner Erfolgskarriere nur 2014/15 mit Red Bull Salzburg, als er das Double gewann (54 Spiele/2,09) und danach in drei Jahren bei Young Boys Bern, als er die jahrelange Dominanz des FC Basel beendete und Schweizer Meister wurde (133 Spiele/1,95). Von Bern ging es ddrei Saisonen zu Eintracht Frankfurt, von dort mit Ausstegsklausel zu Borussia Mönchengladbach. Das einzige Kapitel, an das Hütter nicht gerne zurückdenkt. Nach einer Saison beendete er das Missverständnis.
Zwei ehemalige Salzburg-Legionäre hatten Samstag ihren Anteil am Sieg im Schlüsselspiel: Der Schweizer Torhüter Philipp Köhn verhinderte zu Beginn den Rückstand, der 30 jährige Japaner Takumi Minamino erzielte nach 62 Minuten das Führungstor, mit dem Hütter nachher jubelte (Bild). Für den Endstand sorgte der Schweizer Kapitän Dennis Zakaria. Nicht mit den Erfolgen mithalten können die Zuschauerzahlen im Fürstentum. Das ist nichts Neues. AS Monaco hat mit 9 090 den schlechten Zuschauerschnitt der Ligue 1. Das kommt auch daher, dass in Monaco sehr viele Ausländer wohnen. Im Winter locken Monacos Heimspiele oft nur 5000 oder noch weniger Zuschauer ins 18.500 Zuschauer fassende Stade Luis II. Samstag waren es 13.578, so viele kommen ansonst nur zu den Spielen gegen Paris St. Germain und Marseille oder im Cote d´Azur-Derby gegen Nizza. Darum sagte Hütter Samstag: „Ich habe diese Atmosphäre geliebt! Wir bewiesen die nötige Klasse, zeigten keine Nerven. Ich habe immer daran geglaubt, es war ein Superjahr!“
Monaco hat den Vertrag mit Hütter und seinen Assistenten bereits im Winter bis 2027 verlängert. Die erste Neuerwerbung steht schon fest: Vom deutschen Meister Bayern kommt ablösefrei der 31 jährige englische Defensivspieler Eric Dier, der in München den ersten Titel seiner Karriere gewann.