Österreichs Teamkapitän David Alaba arbeitet in Madrid nach der Meniskusoperation im linken Knie in der Reha für das Comeback im Dress von Real. Geplant ist es im Juni bei der Klub-WM in den USA, bei der Real Madrid im dritten Gruppenspiel auf Red Bull Salzburg treffen wird. Gegen Salzburg spielte Alaba auch erstmals nach seinem Kreuzbandriss und Knorpelschaden wieder, es war am 22. Jänner beim 5:1 in der Champions League im Bernabeu-Stadion. Bei der Klub-WM soll auch der neue Real-Trainer im Amt sein. Seit Freitag ist es kein Geheimnis mehr, dass der 43 jährige Xabi Alonso (Bild) auf Carlo Ancelotti folgen wird, der nun den Teamchefjob in Brasilien übernimmt. Alonso soll bei Real Madrid eine ähnliche Erfolgsstory wie bei Leverkusen starten: Er übernahm den Bayer-Werksklub im Oktober 2022 auf Rang 17. Die Saison beendete Leverkusen als Sechster, in der Europa League gelang der Vorstoß ins Semifinale. 2023/24 folgte der Triumphzug: Meistertitel, Pokalsieger, Europa-League-Finale, Siege im deutschen Supercup. Die Fans benannten die Bismarckstraße am Stadion in „Xabi Alonso-Allee“ um. Diese Saison beendete Leverkusen „nur“ als Vizemeister, Xabi Alonso ist der erste Trainer in Leverkusen seit Jupp Heynckes von 2009 bis 2011, der nicht vorzeitig gehen musste. Sondern selbst seinen Abschied nahm
Der Reiz seines Ex-Klubs Real Madrid war zu groß. Alaba trifft mit dem Basken auf einen alten Bekannten: Mit ihm spielte er von 2014 bis 2017 bei Bayern München zusammen. Die erste zwei Saisonen unter Pep Guardiola, die dritte unter Ancelotti. Mittelfeldspieler Xabi Alonso und Abwehrspieler Alaba gewannen zusammen sechs Titel: Dreimal Meister, einmal Pokalsieger, zweimal Gewinner des Supercups. In der Champions League scheiterten sie dreimal an spanischen Klubs: 2014/15 und 2015/16 jeweils im Semifinale am FC Barcelona und Atletico Madrid, 2016/17 im Viertelfinale an Real Madrid. Man darf daher annehmen, dass Xabi Alonso die Qualitäten von Alaba richtig einschätzen kann, wenn der 32 jährige wieder einsatzfähig ist. Auch wenn spanische Medien derzeit spekulieren, dass Alonso auf den Wiener keinen Wert legen wird.
Bei der Suche nach einem Nachfolger für Alonso bekam Leverkusen eine Absage: Alonsos Landsmann, Cesc Fabregas, in Spielerzeiten gemeinsam mit Alonso 2010 Weltmeister, 2008 und 2012 Europameister, bleibt in Italien bei Como. Er brachte den Aufsteiger auf den sicheren zehnten Platz, Frankreichs Sportbibel L´Equipe nannte als neuen Leverkusen-Kandidaten einen Österreicher: Adi Hütter, der Monaco zweimal in die Champions League führte. Es wäre eine Überraschung, sollte Hütter überlegen, seine Erfolgsära im Fürstentum zu beenden. Erst im Winter verlängerte er seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2027.