Fußball

Alaba und Real Madrid verdrängten Sorgen um Teamkapitän

Wenn das deutsche Massenblatt „Bild“ eine – virtuelle- Pressekonferenz von Österreichs Team besetzt, ohne dass ein Spiel zwischen Deutschland und Österreich bevorsteht, dann muss das einen besonderen Grund haben. Der hieß David Alaba, der einen Tag nach dem bestätigten Wechsel zu Real Madrid als Gesprächspartner zur Verfügung stand. Dabei gestand, dass seine Entscheidung, Bayern München zu verlassen, schon vor längerer Zeit gefallen sei, nur noch Details mit Real zu klären gewesen wären: „Real Madrid war immer oben auf meiner Liste“ meinte er. Jetzt sei der Traum in Erfüllung gegangen. Die spezielle Situation bei Real ohne Trainer sei für ihn schwer einzuschätzen, aber er nimm an, dass „die alles gut in Griff haben“. Auf welcher Position er eingesetzt werde, wisse er nicht: „Sie wissen, das ich auf einigen spielen kann!“ Das werde auch vom neuen Trainer,d er auf Zindedine Zidane folgt, abhängen. Als Kandidat tauchte Freitag auch  der Name von Jogi Löw auf. Deutschlands Teamchef wäre nach der Europameisterschaft frei am Markt. Alaba  möchte sich in die lange Liste von großen Real-Spielern mit großen Titelgewinnen einreihen, sich in Spanien menschlich und sportlich weiter entwickeln. Bei der  einzigen „Bild“-Frage an Alaba ging es um das deutsche Team, seine Meinung zur Rückkehr von Thomas Müller und Mats Hummels, die er sehr positiv sah.

Nach einer haben Stunde versuchte ÖFB-Pressechefin Iris Stöckelmayr auch das Thema Alaba und die Europameisterschaft ins Gespräch zu bringen. Er gestand, dass seine erste vor fünf Jahren alles andere als schön war, fühlt sich ganz „klar im Kopf“, um sich darauf zu fokussieren, das gemeisname Ziel zu erreichen. Das für ihn nur Aufstieg ins Achtelfinale heißen kann: „Wir sind richtig happy, zusammen zu sein, wollen etwas schaffen!“ Der Mannschaftsabend nach der Zusammenkunft am Donnerstag sorgte für eine positive Atmosphäre, obwohl Martin Hinteregger es nicht schaffte auf  seiner „Quetschen“ die heimliche Bundeshymne von Reinhard Fendrich, das „I am from Austria“ zu spielen. Der Zeit zwischen Anruf von Franco Foda, von dem der Vorscjhag kam, und der Zusammenkunft war für den Kärntner zu kurz, um das in sein Repertoire auf der Ziehharmonika zu bringen. Die gute Stimmung war auch Samstag Nachmittag bei einem Fototermin für die UEFA in Oberwart zu bemerken. Bei dem der Teamchef locker wie bisher selten wirkte.

Positiv verläuft nach seiner Sprunggelenksverletzung alles für Christoph Baumgartner, der es als Ehre betrachtete, mit einem Vorbild wie  Alaba spielen und trainieren zu dürfen. Er machte zum Unterschied von Marko Arnautovic die ersten zwei Trainings voll mit. Das war mehr, als er vor zwei Wochen erwarten durfte: „Die ersten Prognosen hießen, dass meine EM-Teilnahme auf der Kippe steht!“ Die Reha bei ÖFB-Physiotherapeut Mike Steverding in der Nähe von Karlsruhe trug dazu bei, das bisher alles besser als erwartet klappte. Das schien auch bei Teamkapitän Julian Baumgartlinger so zu sein, Samstag musste er jedoch das Training abbrechen, als er mit dem im Jänner operierten linken Knie, in das ein Fibertape aus Edelmetall zur Unterstützung des eingerissenen Kreuzbands eingesetzt wurde, im Rasen hängen blieb. Baumgartlinger machte  individuell ohne große Belastungen weiter, aber das soll kein Grund zur Besorgnis sein. Wirklich? Aus Salzburg verlautete, dass Baumgartlinger mit dem Gedanken spielt, sich nach der Europameisterschaft in den USA nochmals operieren zu lassen.

 

 

Foto: Marca.

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