Norwegen feierte Samstag in Oslo den sechsten Sieg im sechsten Spiel! Beim 5:0 (3:0) gegen Israel gab es drei Treffer von Erling Haaland, der der nach sieben Minuten einen Elfmeter vergab, und zwei Eigentore. Damit ist Norwegen mit einem Fuß schon bei der WM 2026. Der sechste Sieg im sechsten Spiel ist Sonntagabend auch das Ziel von Österreich gegen Rumänien in der Nazional Arena von Bukarest, an die es guten Erinnerungen gibt. Vor vier Jahren gewann Österreich dort am 13. Juni unter Ralf Rangnicks Vorgänger Franco Foda, der mit dem Kosovo durch ein 0:0 gegen Slowenien die WM-Chancen am Leben erhielt, mit dem 3:1 gegen Nordmazedonien erstmals ein Spiel bei der EM-Endrunde, bei dem Michael Gregoritsch und Marko Arnautovic die Tore zum 2:1 und 3:1 erzielten. Acht Tage später gelang dort mit dem 1:0 gegen Ukraine der Aufstieg ins EM-Achtelfinale. Das Goldtor erzielte Christoph Baumgartner (Bild), der Samstag den Fitnesstest im Abschlusstraining bestand und daher beginnen wird. Außer ihm waren 2021 auch Kapitän David Alaba, Marcel Sabitzer, Florian Grillitsch, Konrad Laimer und Arnautovic gegen die Ukraine im Einsatz.
Baumgartner und Alexander Schlager im Tor werden nicht die einzigen Umstellungen gegenüber dem Rekordsieg gegen San Marino bleiben. Rangnick kündigte den „ein oder anderen frischen Spieler“ an. Das könnten Philipp Lienhart statt Kevin Danso und Philipp Mwene statt Alexander Prass sein. Weil Mwene defensiv stabiler als Prass ist. Rekordschütze Marko Arnautovic trainierte Samstag nicht mit. Dass er nicht fit genug für zwei Spiele über die volle Distanz innerhalb von vier Tagen ist, steht außer Diskussion. Daher wird er diesmal nur als „Teilzeitkraft“ eingeplant sein, eher Joker als von Beginn an bis zur Pause. „Wir sind auf alle rumänischen Eventualitäten vorbereitet „, versicherte Rangnick. Seit Matchplan heißt: Im Stile einer Heimmannschaft auftreten. Das wird zwar vor zehntausenden rumänischen Fans nicht einfach, liegt aber in den Möglichkeiten der Mannschaft.
Der sechste Sieg würde fünf Punkte Vorsprung auf Bosnien mit einem Spiel weniger bedeuten, das erste Unentschieden nach fünf Siege nur drei. Dann wäre schon Platz zwei und die Teilnahme am Play-off sicher. Aber dies ist kein Thema. Es gibt nur eine Devise: Als Gruppensieger fix zur WM, erstmals seit 28 Jahren. Sie wollen sich in heißes Finale am 18. November gegen Bosnien im restlos ausverkauften Happel-Stadion ersparen. Das soll die große WM-Feierparty sein, weil schon mit Siegen gegen Rumänien und am 1. November in Limassol gegen Zypern alles klargemacht wurde.
Foto: ÖFB/Christopher Kelemen.