Fußball

Auf Eklat um Mayombo folgte glückliches 1:0 für Sturm: Ingolitsch ist Altachs „Buhmann“

Glücklicher 1:0-(1:0)-Heimsieg für Sturm Graz gegen Altach vor 14.700 Zuschauern durch einen Kopfball von Joker Seedy Jatta nach Eckball von Simon Seidl nach 78 Minuten. 21 Minuten zuvor war er für Axel Kayombo eingewechselt worden. Den Sieg verdankte Sturm auch dem russischen Tormann Danili Khudyakov, der vor der Pause Altachs Führung verhinderte. Erst in der zweiten Hälfte war Sturm besser. Aber das Thema rund um den zweiten Sturm-Sieg in drei Runden war der „Streik“ des von Sturm umworbenen Altach-Legionärs Yann Massombo, (Bild), der sich am Freitag  nach dem Abschlusstraining weigerte, mit nach Graz zu fahren. Sturms Sportchef Michael Parensen gab im „Sky“-Interview auf die Frage, ob Sturm auf einen Spieler mit diesem Charakter Wert legt, keine klare Antwort.

Fakt bleibt, dass der Ärger bei Altach verständlicherweise groß ist. „Mir fällt ein Muster sein“, meinte Sportchef Philipp Netzer und ließ durchblicken, Altachs Ex-Trainer Fabio Ingolitsch für den Drahtzieher der Aktion zu halten. Ingolitsch stieg letzten Dezember aus seinem Vertrag im Ländle aus, wechselte in die Steiermark. Damit konnte Altach noch leben. Denn Insider behaupten, Netzer hätte den heuer im Sommer auslaufenden Vertrag von Ingolitsch nicht verlängert, bekam er für ihn noch eine sechsstellige Ablöse. Noch im Winter lockte Ingolitsch von Altach Innenverteidiger Paul Koller nach Graz, auch dafür zahlte Sturm. Im Sommer folgte Altachs deutschger Athletiktrainer Christoph Zellner Ingolitsch. Jetzt der Fall Mayombo. Sturm macht es sich zu einfach, dies als Angelegenheit zwischen Sturm und Massombo zu bezeichnen, wie es Ingolitsch, dessen Verhalten von Netzer als „unmoralisch“ bezeichnet wurde, machte. Böse Zungen behaupten, dass Sturm mit seiner Marschroute, Massombo noch Freitag zu kontaktieren, erfolgreich war. Denn Massombo hätte vielleicht eine der Führungschancen genutzt. Eine Szene zeigte, wie groß Altachs Ärger über Ingolitsch ist. Als er vor der Pause bei Referee Florian Jäger eine gelbe Karte für Patrick Greil forderte, folgten sofort Reaktionen von Altachs Bank und des Kollegen Ogjnen Zaric. Altach überlegt, den „Fall Massombo“ bei der Bundesliga anzuzeigen. Sturm verzichtete Samstag auf Innenverteidiger Jeyland Mitchell, weil sich der mit einem möglichen Transfer beschäftigt.

Einen Vorarlberger Erfolg gab es Samstag doch: Aufsteiger Austria Lustenau feierte mit dem 2:1 (2:1) gegen den in dieser Saison bisher ungeschlagenen Wolfsberger AC seinen ersten Sieg in der Bundesliga seit 11. Mai 2024. Den machte vor 3900 Zuschauern die St. Gallen-Leihgabe Antonio Verinac möglich: Der 21-jährige Mittelstürmer, ein Deutsch-Kroate, erzielte beide Treffer. Die Kärntner kamen durch Giacomo Vrioni zwar in der Nachspielzeit noch heran, zum Ausgleich reichte es aber nicht. Somit endete das erste Spiel nach dem Abgang von Tormann Nikolas Polster, der bei NEC Nijmegen einen Vierjahresvertrag erhielt, mit einer Niederlage. An der Polsters Nachfolger Lukas Gütlbauer aber unschuldig war.

Foto: Gepa/Admiral.

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