Drei Tage nach dem Aufstieg ins Play-off von Europa und Conference League geht es für Rapid, Red Bull Salzburg und Austria in der Bundesliga weiter, bevor alle drei eine nationale einlegen. Denn das Spiel zwischen den Play-off-Duellen wird verlegt. Damit gehen die Duelle zwischen Red Bull Salzburg und Rapid sowie Austria gegen WSG Tirol erst im September über die Bühne. Von dem Playoff-Trio hat Sonntag nur Rapid Heimvorteil. Für die erste Partie unter Trainer Hoff Thorup gegen die Grazer waren bis Freitag 15.000 Karten verkauft. Fakt ist, dass Grün-Weiß gegen die Mannschaft von Ex-Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer etwas gutzumachen hat: Denn in der letzten Saison gelang kein Sieg. Im September gab es in Graz ein 1:1, wobei der GAK erst durch einen umstrittenen Elfmeter in der 94. Minute ausglich, womit die grün-weiße Talfahrt nach starkem Saisonstart eingeleitet wurde. Im November setzte es in Hütteldorf sogar eine 1:2-Heimniederlage, den Auftakt zu sieben sieglosen Partien. Zugleich war es das letzte Bundesligaspiel mit Peter Stöger als Trainer. Diesmal kann Rapid saisonübergreifend den neunten Sieg hintereinander feiern. Alles andere wäre ein Misserfolg, zumal es keine Ausfälle gibt. Thorup wird sicher rotieren – aber die Startelf wird doch einen Hinweis darauf geben, wer bei Thorup für die vier „Spiele der Wahrheit“ gegen Hearts of Midlothian, gegen Sturm Graz in Hütteldorf und in Salzburg am höchsten im Kurs steht. Yusuf Demir (Bild) wird einer von ihnen sein. Rapid gelang der letzte Heimsieg gegen GAK in der letzten Runde des Grunddurchgangs in der Saison 2024/25. Von den drei Torschützen beim 3:0 spielt nur noch der von Samsunspor umorbene Nenad Cvetkovic bei Rapid.
Für Red Bull Salzburg war vor dem Westduell gegen WSG Tirol am Innsbrucker Tivoli noch Zahltag: Hull, Aufsteiger in Englands Premier League, zahlte für den bei Trainer Danny Röhl gefragten französischen Mittelfeldspieler Lucas Gourna-Douath vier Millionen Euro. Das bedeutet aber für Salzburg einen Verlust: Denn als Goruna-Douath vor vier Jahren von St. Etienne in die Mozartstadt geholt wurde, kostete er 13 Millionen. Tirol ist am Tivoli seit fünf Partien ungeschlagen, Röhl kündigte Umstellungen an. Salzburg kehrte erst Freitagabend aus Zypern zurück, fuhr Samstag nachmittag nach Tirol. Auf die Wiener Austria wartet das Kellerduell in Hartberg: Beide haben bisher keinen Punkt geholt, kein Tor erzielt, beide müssen einen gesperrten Abwehrspieler vorgeben: Austria Aleksandar Dragovic, Hartberg Trainersohn Konstantin Schopp. Trainer Stephan Helm hofft auf die positiven Emotionen vom Happy End gegen Beitar Jerusalem: „Die Bundesliga ist unser wichtigster Bewerb, in dem wir jetzt auch unbedingt ein Erfolgserlebnis brauchen!“
Foto: Yigit Oerme.