Fußball

Aufsteiger Schalke und Elversberg sensationell! Marco Grüll zeigte auf

Zwei  Aufsteiger sorgen in der deutschen Bundesliga für viel Gesprächsstoff: Schalke 04 „siegte“ mit seinem österreichischen Trainer Miron Muslic gegen Bayern München 0:0, eroberte gegen den Meister  vor 62.271 Zuschauern den ersten Punkt seit  Mai 2023. Bayern ist erstmals seit 1. September 2024 nicht mehr Tabellenführer. Liegt hinter Aufsteiger Elversberg aus dem kleinsten Ort, der jemals in der Bundesliga spielte (nur rund 7500 Einwohner). Elversberg gewann mit seinem österreichischen Tormann Nicolas Kristof nach dem 3:2 zum Start gegen Leverkusen in Mönchengladbach nach 1:3-Rückstand noch 4:3 (1:2). Der Siegestreffer fiel in der 92. Minute. Nächste Runde muss Bayern nach Elversberg.  Dort wird bei laufendem Betrieb ein neues Stadion gebaut, das im Frühjahr 2027 statt derzeit nur 10.000 dann 15.000 Zuschauer fassen soll. Die Kabinen sind derzeit in Containern. Neuland für die Bayern-Stars beim Umziehen. Trainer Vincent Kompany begann in Gelsenkirchen ohne Harry Kane und Michael Olise. Kane kam zur zweiten Hälfte, Olise nach 57 Minuten. Doch die „Wand“ hielt auch dem stärksten Bayern-Druck stand. Torhüter Loris Karius hielt alles. Dejan Ljubicic spielte bis zur 73. Minute, in den letzten 20 Minuten half auch Max Wöber mit, das 0:0 zu halten, das die Schalke-Fans nachher frenetisch bejubelten. Der Lärm war ohrenbetäubend. Bei Konrad Laimers Schuss fehlte einmal nicht viel zum erlösenden Bayern-Tor. Er traf das Außennetz.

Sechs Punkte wie Elversberg haben auch der neue Tabellenführer Freiburg nach dem 1:0 (1:0) in Paderborn, bei dem Philipp Lienhart durchspielte, und Borussia Dortmund nach dem glücklichen 3:2 (0:1)-Auswärtssieg gegen Hoffenheim. Sehr zum Ärger von Trainer Christian Ilzer vergab Hoffenheim wie beim 2:3 beim Start in Köln einen Vorsrprung, diesmal sogar einen mit zwei Toren Unterschied. Von der 61. bis zur 86. Minute fielen die Dortmunder Tore, das entscheidende war ein Eigentor von Kosovos Teamspieler Albian Hajdari. Patrick Wimmer spielte bei Hoffenheim bis zur 73. Minute, Marcel Sabitzer wurde bei Dortmund nach dem Siegestor eingewechselt. „Das fühlt sich gar nicht gut an“, kommentierte Ilzer den Fehlstart, „wir machen zu wenig aus unseren Chancen. Auch wenn man 2:0 führt, darf man keinen Millimeter nachlassen!“

Der auffälligste Österreicher in der zweiten Runde war Marco Grüll (Bild) beim überraschenden 3:1 (1:0) von Werder Bremen gegen RB Leipzig, bei dem Österreichs Teamtormann Alexander Schlager wieder nur Ersatz war. Grüll bereitete mit einer Flanke das 2:0 von Bremen-Rückkehrer Niclas Füllkrug vor, erzielte nach 80 Minuten das 3:0 selbst. Die Leistung wird auch Österreichs Teamchef Ralf Rangnick bei seiner Stürmersuche erleichtert zur Kenntnis genommen haben. Bei der WM war Grüll nicht dabei. Nicolas Seiwald spielte bei den Verlierern durch. Leopold Querfeld kam beim 0:4 (0:2)-Debakel von Union Berlin in Leverkusen nicht zum Einsatz, Christopher Trimmel erst ab  der 74. Minute, als schon alles verloren war.

In Englands Premier League wartet Oliver Glasner weiter auf den ersten Sieg mit Nottingham. Das  0:0 im City Ground gegen Tottenham, bei dem Xaver Schlager über die volle Distanz im Einsatz war, bedeutete den  zweiten Punkt in drei Runden. Ein Tor von Verteidiger Neco Williams wurde vom VAR annulliert. Großeinkäufer Tottenham hat erst einen Punkt, erzielte noch kein Tor. Nottinghams belgischer Tormann Metz Seals bekam keinen Schuss zu halten. Ein Österreicher-Duell gab es beim 1:1 zwischen Brentford und Sunderland: Kevin Danso spielte bei seinem neuen Klub Sunderland von Beginn an, bei Brentford ersetzte Ex-Salzburger Jannik Schuter den verletzten Kapitän Nathan Collins ab der 17. Minute im Abwehrzentrum. Das war das Premier League-Debüt des Tirolers. Sunderlands glich erst in der 82. Minute durch einen Elfmeter aus. Keinen Sieg gab es beim Aufeinandertreffen des ehemaligen Salzburg-Meistertrainer: Marco Rose führte mit Bournemouth in Newcastle 2:0, im Finish konnte sich Matthias Jaissle noch über den Ausgleich zum 2:2 freuen.

Foto: SV Werder Bremen.

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