Fußball

Austrias 4-1-3-2 ist derzeit noch „zu wenig“

Samstag hatte Rapid in Melk gegen Bohemians Prag, den Elften der tschechischen Liga, 2:3 verloren, drei Tage später zog der Wiener Erzrivale, die Austria in Großpetersdorf gegen den tschechischen Doublegewinner Slavia Prag ebenfalls mit 2:3 (1:2) den kürzeren. Eine Niederlage im dritten Test der Vorbereitung, die keinen Grund bedeutet, Trübsal zu blasen. Bright Edomwonyi traf vor der Pause zum 1:1, Max Sax nach der Pause aus einem Handselfmeter zum 2:2. Trainer Christian Ilzer präsentierte die Austria im 4-1-3-2-System, sprach von einem aufschlussreichen Test, der aber auch manche Schwächen offenbarte: „Im Moment ist das  zu wenig“, gab der  Steirer nachher offen zu. Er musste die rekonvaleszenten Christian Schoissengeyr, Alon Turgeman und  Christoph Monschein vorgeben, dazu schonte er zur Sicherheit Innenverteidiger Alexander Borkovic. Wenige Kilometer von der Austria entfernt bezog auch Sturm Graz die erste Niederlage in der Vorbereitung. Trainer Nestor el Maestro klagte nach dem 0:3 (0:1) gegen den russischen Erstligisten Achmat Grozny in Ilz über einen unglücklichen Spielverlauf.

Ilzer tauschte zur Pause bis auf Tormann Ivan Lucic und den neuen Abwehrspieler Maudo Jarjue die ganze Mannschaft aus, für Jarjue war nach einer Stunde die Arbeitszeit vorbei. Für die Suche nach der idealen Mischung für die Startelf gab es wenig neue Erkenntnisse, die Ilzer weiter halfen.  Kein Thema mehr ist Kevin Friesenbichler, im Frühjahr als Austria-Leihgabe Ilzers Schützling bei Wolfsberg: Seine deutschen Berater von „Rogon“ platzierten Friesenbichler beim deutschen Zweitligaaufsteiger Osnabrück.  Die Austria wehrte sich nicht wirklich dagegen. Sonstige Transfers in der Zwölferliga? Ilzers Ex-Klub Wolfsberg holte von Absteiger Wacker Innsbruck Innenverteidiger Stefan Peric, Hartberg lieh vom LASK Innenverteidiger Felix Luckeneder aus, der letzte Saison in Altach war.

Etwas eigenartig mutet der  Jubel in Innsbruck an, durch die „Verkaufsorgie“ nach dem Abstieg erstmals seit Jahren schuldenfrei zu sein. Präsident Gerhard Stocker sang deshalb geradezu Loblieder auf Sportchef Alfred Hörtnagl, den die Innsbruck-Fans eher als Schuldigen für den Abstieg sehen. Es bedeutet sicher keine Kunst, alles zu verkaufen, was irgendwie interessant ist, damit eigentlich im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga w.o. zu geben. Mit einem Dreimillionen-Budget soll in der zweiten Liga versucht werden, in die Zukunft zu investieren. Viel Glück wird dabei nötig sein. Im Tiroler Landtag wird der Fußball zum Thema: Die Opposition, sprich die „Liste Fritz“, stellt den Antrag, ein Paket für den Fußball zu schnüren. In Falle Wacker Innsbruck heißt das  eine einmalige Subvention von einer Million Euro für den Nachwuchs, dazu freie Benützung des Tivoli-Stadions an Spieltagen. Die soll auch für Aufsteiger Wattens in der Bundesliga gelten.

Foto: FK Austria Wien Media.

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