Fußball

Für Bolingoli braucht Rapid eigentlich keinen Ersatz

Der Abgang eines linken Verteidigers darf bei einem Klub, der etwas auf sich hält, keine Probleme auslösen. So verhält es sich auch bei Boli Bolingoli (Bild oben) und Rapid. Der 24jährige Belgier sorgte in den letzten zwei Saisonen zwar für spektakuläre Aktion, aber in der Defensive blieb er stets ein Risikofaktor. Zu viele Tore kassierte Rapid über seine linke Seite. Wenn Schottlands Meister Celtic Glasgow wirklich zugreift, dann sollte Rapid Bolingoli nur gute Reise wünschen. Was bereits geschehen ist: Seit Dienstag Abend ist er nicht mehr im Trainingslager in Bad Zell, gestern sass er im Flugzeug Richtung Glasgow. Schottlands Triplesieger, der Dienstag in St. Gallen 0:0 spielte, gab am späten Abend den Kauf bekannt, Rapid sechs Minuten vor Mitternacht. Bolingoli folgt auf das 22jährige Celtic-Eigengewächs Kieran Tierney, für den Arsenal 25 Millionen Euro zu zahlen bereit gewesen sein soll. Da lassen sich drei davon für Rapid locker verkraften.

Natürlich begannen rasch die Spekulationen, wen Rapid als neuen Linksverteidiger holen wird. Der Name von Max Ullmann drängt sich natürlich auf. Die Leistung des 23jährigen in Österreichs U21 beim 1:1 gegen Deutschland in Udine vor zwei Wochen könnte man als  eine wirklich starke „Bewerbung“ werten. Und der LASK scheint bereits damit gerechnet zu haben, dass sich irgendetwas mit Ullmann nach der U 21-Europameisterschaft tun könnte. Sonst hätte er nicht mit Rene Renner einen Linksfuß aus Mattersburg geholt. Ullmanns Vertrag beim Vizemeister läuft noch bis 2021, da müsste Rapid von den Bolingoli-Millionen wieder einiges locker machen. Zudem ist die Atmosphäre zwischen LASK und Rapid zumindest auf Präsidentenebene nicht gerade störungsfrei.

In Wahrheit braucht Rapid gar keinen Ersatz für Bolingoli. Der Abgang einfach mit dem vorhandenen Kader verkraftet werden können, darf keine Lücke reißen. Die Lösung liegt auf der Hand: Marvin Potzmann muss „nur“ wieder so gut spielen wie in seiner Anfangszeit bei Rapid zu Beginn der letzten Saison und wie zuvor bei Sturm Graz. Da stand er nicht nur einmal auch in Österreichs Teamkader. Das ist eine Herausforderung an Trainer Didi Kühbauer, den 25jährigen wider auf sein gewohntes Niveau zu bringen. Dies scheint auch die grün-weiße Linie in dieser Personalfrage zu sein, die Zoran Barisic mit „wir halten die Augen offen, es wird keinen Schnellschus geben“, ausdrückte. Was heißt: Das Transferfenster ist ja bis 2. September offen, aber geplant ist es eigentlich nicht, einen linken Verteidiger zu verpflichten.

In Bad Zell gehört die Kältekammer mit minus 110 Grad zur Regeneration nach harten Trainingseinheiten, bei Sprintübungen machte der Grieche Architakis Fountas mit seiner Schnelligkeit auf sich aufmerksam. Möglich, dass er Samstag gegen Jablonec zu seinem Debüt bei Rapid  kommt. Ansonst ist Barisic als Geschäftsführer Sport auch damit beschäftigt, Meldungen über Grün-Weiß´als „Fake News“ zu bezeichnen, damit auf den Spuren von US-Präsident Donald Trump zu wandeln. Als „Fake News“ bezeichnete er das angebliche Interesse an LASK-Mittelfeldspieler Peter Michorl, der jetzt angeblich bei Damir Canadi und dem  1.FC Nürnberg ein Thema sein soll. Ein Duell zwischen Rapid und seinem Ex-Trainer um Michorl wird es aber sicher nicht gebe.

 

Foto: SK Rapid Wien Media (© red_ring_shots).

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