Fußball

Adi Hütter bekam arbeitslosen Weltmeister

Montag Abend plauderte Adi Hütter in Salzburg bei Servus-TV locker über seine bevorstehende zweite Saison mit Eintracht Frankfurt, über seine im Vergleich zum letzten Jahr bessere Ausgangsposition, sein besseres Standing als der gewählte Trainer des Jahres: „Immer demütig und bescheiden bleiben“, lautet weiter die Devise des Vorarlbergers bei all seiner Zuversicht, mit Eintracht die  herausragende Saison bestätigen zu können. Hütter hat gute Nerven, denn in Wahrheit gibt es in Frankfurt noch genug Baustellen, die Sportvorstand Fredy Bobic und Manager  Bruno Hübner beseitigen müssen: Bei Tormann Kevin Trapp ist es ungewiss, ob er nochmals von Paris St.Germain ausgeliehen werden kann. Die Verhandlungen mit Augsburg um Martin Hinteregger gestalten sich zäh, es gibt weiter die Differenz über fünf Millionen Euro. Nach Luka Jovic könnte auch der kroatische Vizeweltmeister Ante Rebic nach Madrid abhanden kommen. Nicht zu Real, sondern zu Atletico. Das könnte seit Mittwoch Abend aber kein Thema mehr sein, weil Atletico Madrid 126 Millionen Euro investierte, um das 19jährige Supertalent Joao Felix von Benfica Lissabon zu bekommen. Der unterschrieb bis 2026. Zuvor kassierte Atletico von Englands Meister Manchester City  für Mittelfeldspieler Rodrigo 70 Millionen. Somit könnte Hütter von seinen drei Klassestürmern nicht nur der Franzose Sebastien Haller bleiben. Hütter ist guter Dinge, dass es Bobic schaffen wird, wieder etwas konkurrenzfähiges auf die Beine zu stellen.

In zwei Wochen, am 19.Juli, muss Hütter seinen Kader für die zweite Qualifikationsrunde der Europa League bei der UEFA benennen. Gegner wird vermutliche Radnicki Nis aus Serbien sein, Das Hinspiel findet am 25.Juli statt,  drei Tage später gastiert Frankfurt bei Union Wels zum großen Jubiläumsspiel. Die UEFA-Regularien schreiben vor, dass maximal 17 Profis aus dem 25er-Kader im Ausland ausgebildet sein dürfen. Derzeit hat Hütter, wenn Trapp bleibt, nur vier in Deutschland ausgebildete Stammspieler. Eine weitere Hürde ist, dass vier Spieler dieser 25 bei Eintracht ausgebildet worden sein müssen. Das heißt im Klartext: Zwischen dem 15.und 21.Lebensjahr drei Jahre bei Eintracht. Das trifft derzeit auch nur auf drei zu. Vor der dritten Runde  dürfte der Kader komplett neu nominiert werden. Vor einem Jahr gab es diese Problematik nicht: Da stieg Frankfurt als regierender Cupsieger erst in der Gruppenphase ein.

Dienstag bekam Hütter zu den bisherigen Einkäufen, dem Schweizer Djibril Sow und dem serbischen U21-Teamstürmer Dejan Joveljic, drei Neue dazu: Aus Spanien von Malaga das 19jährige Uruguay-Mittelfeldtalent Rodrigo Zalazar, bei dem Bobic aber offen ließ, ob er gleich wieder verliehen wird. Dazu einen arbeitslosen deutsche Weltmeister. Das ist der 27jährige Außenverteidiger Erik Durm. Beim WM-Triumph 2014 stand er als Spieler von Borussia Dortmund im Kader, kam allerdings nicht zum Einsatz. Danach war Durm längere Zeit verletzt, spielte letzte Saison in England bei Absteiger  Huddersfield,  verlängerte seinen Vertrag nicht, wollte zurück in die Bundesliga. So bekam ihn Hütter. Der dritte Neue: Mittelfeldspieler Dominik Kohr, der bei Leverkusen nicht mehr gefragt war. Trotzdem kostet der 25jährige zehn Millionen Euro Ablöse.

Foto: Servus TV.

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