Fußball

Austria hat im Derby noch eine Rechnung offen: Rapid wie ein „angeschlagener Boxer“

Vollzugsmeldung bei Blau Weiß Linz über die Vertragsverlängerung mit Gerald Scheiblehner, der seit vier Jahren erfolgreich im Amt ist, die Linzer in die Bundesliga brachte. Geschäftsführer Christoph Peschek und Sportdirektor Christoph Schößwendter einigten sich mit dem gefragte Scheiblehner auf einen neuen Vertrag bis 2027. Von einer Ausstiegsklause verlautete offiziell natürlich nichts. Es wäre aber überraschend, sollte es keine geben. Neuigkeiten vor dem 344. Wiener Derby in der ausverkauften Generali-Arena, dem ersten von vier ohne Auswärtsfans, mit dem Sonntag die Runde beendet wird? Freitagnachmittag präsentieren sich Austria und Rapid erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam. Auf neutralem Boden, im Stadtsenatsaal des Wiener Rathauses.  Wer weiß, vielleicht schaut auch Bürgermeister Michael Ludwig mitten im Wiener Wahlkampf kurz vorbei.

Es spricht vor dem Derby fast schon zu viel für den Zweiten Austria und gegen den Vierten Rapid, um die offene Rechnung von September zu begleichen. Damals gewann Rapid in Hütteldorf durch ein Tor von Kapitän Matthias Seidl, das nur acht Minuten nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Austrias Abwehrchef Aleksandar Dragovic fiel, 2:1. In den letzten sieben Runden gab es sechs Siege der Austria und ein Unentschieden bei Tabellenführer Sturm in Graz. Die Rapid-Bilanz ist bescheidener: Ein Sieg, vier Unentschieden und zwei Niederlagen. Das bedeutet in dieser Zeit zwölf Punkte weniger als Violett. Darum bleibt die Austria Zweiter, egal wie das Derby endet.

Austria ließ in 17 Runden nur 16 Tore zu, Rapid ebenso wie Sturm Graz um zwei mehr. Welche Abwehr wird Sonntag stabiler sein? Rapid hofft auf das Comeback von Nenad Cvetkovic im Abwehrzentrum, bei Austria wird sich am Persona nichts ändern. Einen Ansatz, um die grün-weiße Offensive gefährlicher als zuletzt gegen Wolfsberg zu machen, gibt es nicht. Ob es für Trainer Robert Klauß schon ein Thema sein wird, Rückkehrer Ercan Kara  in die Startelf zu stellen? Der erfahrene Dragovic (Bild) warnte im Podcast von Sky Sport Austria: „Ein angeschlagener Boxer ist immer am gefährlichsten und das ist Rapid gerade“. Die Einstellung, die er den Austria-Spielern vorgibt: „Nicht spielen, sondern gewinnen. Egal wie, ob schön, ob dreckig. So müssen wir von der ersten Minute an ins Derby gehen.“

Foto: FK Austria.

3

Meist gelesen

Nach oben